Apple
- Andreas Deutsch - Redakteur

Apple: Böse Schlappe

Dem US-Technologiekonzern Apple hat eine gerichtliche Niederlage in Deutschland erlitten. Das Düsseldorfer Landgericht war am Donnerstag nicht bereit, das Tablet-Computer Galaxy Tab 10.1 N von Samsung in Europa zu verbieten. Dies hatte Apple gefordert. Was bedeutet das für die Apple-Aktie?

Die von den Südkoreanern im Vergleich zum bundesweit vom Verkauf ausgeschlossenen Vorgängermodell 10.1 vorgenommenen Änderungen seien nach vorläufiger Bewertung ausreichend, so das Düsseldorfer Landgericht zur Begründung. Das 10.1 N sei nun weit genug entfernt vom Geschmacksmuster, das Apple für sein iPad hinterlegt habe. Die Entscheidung des Landgerichts soll am 9. Februar verkündet werden.

"Kaum Unterschiede"

Apple will die Entscheidung, sofern sie so ausfallen sollte, nicht akzeptieren. "Letztlich ist doch das Gesamt-Design gleichgeblieben", zitiert die Nachrichtenagentur dpa-AFX den Apple-Anwalt. "Wenn jemand schon einen Tablet-Computer im gleichen Markt und Preissegment anbieten will, muss sich das Gerät doch hinreichend unterscheiden."

Der Kultkonzern Apple hatte sich vor sieben Jahren das Design eines Tablet-Computers in Europa als sogenanntes Geschmacksmuster schützen lassen. Mittlerweile tobt ein weltweiter Konflikt zwischen Apple und Samsung um den Milliardenmarkt der Tablet-Computer.

Da geht noch was

Die Anleger ließen sich von der gerichtlichen Schlappe von Apple nicht aus der Ruhe bringen und kauften Apple-Aktien. Am Donnerstag kletterte das Papier um 0,5 Prozent auf 398,55 Dollar. DER AKTIONÄR sieht für Apple noch einiges Potenzial. Der Stoppkurs sollte bei 225 Euro gesetzt werden.

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| Markus Horntrich | 0 Kommentare

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