Apple
- Alfred Maydorn - Redakteur

Apple-Aktie: 20-Prozent-Absturz – Bärenmarkt oder Kaufchance?

Seit dem im September erreichten Rekordhoch von 705 Dollar summieren sich die Kursverluste bei der Apple-Aktie jetzt auf über 20 Prozent. Per Definition befindet sich der Wert nun in einem Bärenmarkt. Alleine am Mittwoch stürzte Apple erneut um vier Prozent ab.

In den USA befindet sich eine Aktie im Bärenmarkt, wenn sie um mehr als 20 Prozent gefallen ist. Diese Marke hat Apple am Mittwoch gerissen. Der Wert verlor weitere 3,8 Prozent an Wert und beendete den Handel mit nur noch 558 Dollar und damit auf dem niedrigsten Niveau seit Anfang Juni.

Gewinne sichern

Für die schwache Entwicklung der Aktie gibt es zahlreiche Gründe. Am Mittwoch litt der Titel vor allem unter dem insgesamt sehr negativen Marktumfeld, der Dow Jones stürzte um über 300 Punkte in die Tiefe. Bei Apple sitzen viele Anleger trotz der jüngsten Abschläge auf satten Gewinnen und wollen diese in Anbetracht des negativen Umfeldes versilbern.

Produktionsengpass

Aber Apple hat auch hausgemachte Probleme. So wurde bekannt, dass es erneut zu Engpässen bei der Produktion des iPhone 5 gekommen ist. Der asiatische Produzent Foxconn hat Probleme, die hohe Nachfrage zu befriedigen. "Es ist nicht einfach, die iPhones herzustellen. Wir hinken der gewaltigen Nachfrage hinterher", erklärte Terry Gou, Gründer und Chef der Hon Hai Precision Industry Co. Ltd., wie Foxconn offiziell heißt.

Die Produktionsengpässe sind sicherlich ein Problem, allerdings belegen sie auch, dass sich das iPhone 5 ausgesprochen gut verkauft. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis Foxconn die Schwierigkeiten in den Griff bekommt.

Verkaufssignal

Bleibt die Frage, ob die Apple-Aktie bereits ausreichend korrigiert hat oder ob mit weiteren Abschlägen zu rechnen ist. Auch das charttechnische Bild ist mittlerweile angeschlagen. Die Aktie ist unter ihre 200-Tage-Linie gerutscht, was als Verkaufssignal zu werten ist.

Gut aufgestellt, günstig bewertet

Kurzfristig könnte es bei der Aktie zu weiteren Irritationen kommen, langfristig werden sich die Anleger wieder auf die Fundamentaldaten fokussieren - und die sehen so gut aus wie lange nicht mehr. Das 2013er-KGV liegt mittlerweile bei nur noch 9,5. Einige Analysten sehen Apple für das kommende Jahr so gut aufgestellt wie noch nie und prognostizieren für iPhone und iPad Rekordabsätze.

DER AKTIONÄR hält an seiner Kaufempfehlung für die Apple-Aktie fest. Wer noch nicht investiert ist, kann die laufende Korrektur zum Einstieg nutzen

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| Michel Doepke | 0 Kommentare

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