Apple
- Julia Breuing

Apple: Wohin mit den 200 Milliarden?

Apple steht unter der starken Kritik, in den USA massiv Steuern zu vermeiden. Jetzt wehrt sich CEO Tim Cook und erklärt, unter welchen Bedingungen er die Milliarden nach Hause holen würde.

In den USA liegt die Körperschaftssteuer bei insgesamt fast 40 Prozent – so hoch wie in kaum einem anderen Land. Deshalb parkt Cook gut 93 Prozent (200 Milliarden Dollar) von Apples Cash-Reserven im Ausland, genauer gesagt in Irland. Das Land lockt viele ausländische Unternehmen aufgrund seiner vergleichsweise niedrigen Steuer an.

Cook erklärt in einem Interview mit der Washington Post, dass dieses Vorgehen vollkommen legal sei. Apple nutze einfach eine Lücke im amerikanischen Steuersystem, um Arbitrage zu betreiben. Außerdem betont er, dass Apple einen Großteil seiner Umsätze im Ausland verdient. Auf den Vorwurf hin unpatriotisch zu sein, kontert er, dass Patriotismus nichts damit zu tun habe wie viel man zahlt. Er werde die Milliarden erst wieder in die USA schaffen, wenn sich das Steuersystem ändert. Basta.

Gewinne laufen lassen

Das Chartbild der Aktie von Apple hat sich aufgehellt. Sie konnte sich von der Talfahrt im Juni erholen. Noch ist sie aber gut vier Dollar vom nächsten Widerstand bei 112,10 Dollar entfernt. Sollte sie diesen überwinden ist eine nachhaltige Trendwende eingeläutet. Anleger sollten ihre Gewinne laufen lassen.

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| Michel Doepke | 0 Kommentare

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