Apple
- Jochen Kauper - Redakteur

Apple: Steve ohne Job

Der Kultkonzern Apple verliert seinen Konzernchef. Visionär und Gründer Steve Jobs hat aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt erklärt. Der 56-Jährige wird sich in den Aufsichtsrat zurückziehen. Wie reagiert die Aktie?

Steve Jobs ist in der Computerwelt das Maß aller Dinge. Der Visionär hat im Jahr 1976 mit Steve Wozniak und Ronald Wayne zusammen den Computerkonzern gegründet und zuletzt nicht nur durch den Hype um ipod, iPhone und iPad zum Kultkonzern ausgebaut. Dass er zwischenzeitlich Apple vor der Pleite retten musste, ist längst vergessen. Die Ideen und Visionen des stets in Jeans und Rollkragenpullover auftretenden Managers haben der gesamten Computerindustrie einen neuen Anstrich verpasst. Jetzt geht der Branche ein wichtiger Trendsetter verloren. Jobs könne nicht länger als Konzernchef agieren, so der ehemalige Konzernchef gegenüber dem Apple-Aufsichtsrat. 

Jobs zieht sich zurück

"Ich habe immer gesagt, dass wenn jemals der Tag kommen sollte, an dem ich nicht länger meine Aufgaben und Erwartungen als Apple-Chef erfüllen kann, ich der erste wäre, der das mitteilt. Leider ist dieser Tag gekommen", so Jobs in einem Brief an den Verwaltungsrat. Weitere Gründe für seinen Rückzug nannte Jobs nicht. Der Mann der bei vielen Bürgern eine wahre Apple-Manie ausgelöst hat, ist allerdings schwer krank. Bereits im Januar hatte der darum gebeten, sein Arbeitspensum zurückzuschrauben, um seine Gesundheit zu schonen.

Cook wird Konzernchef

Die Nachfolge von Steve Jobs wird sein Stellvertreter Tim Cook antreten. Der 50-jährige Cook war bisher Vorstand für das operative Geschäft und ist seit 1998 bei Apple.

Kampf mit Exxon um Platz Eins

Der Kult-Konzern Apple liefert sich derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Exxon um das wertvollste Unternehmen der Welt. Mit rund 350 Milliarden Dollar liegt der Computerkonzern nur knapp auf Rang Zwei.

Apple-Aktie fällt

Am Mittwoch büßte man allerdings wieder etwas an Boden ein. Anleger reagierten verstimmt auf die Rücktrittserklärung von Jobs. Der Kurs ging nachbörslich um über fünf Prozent in die Knie. Der Rücktritt von Jobs wiegt schwer, verliert doch das Unternehmen seinen Visionär. Allerdings hatte der Konzern lange Zeit, sich auf eine Nachfolge des Unternehmenslenkers vorzubereiten. Außerdem wird Jobs als Aufsichtsrat erhalten bleiben. Damit bleibt er oberster Kontrolleur des Konzerns. Investierte Anleger bleiben bei Apple an Bord.

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| Markus Horntrich | 0 Kommentare

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