Apple
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Apple: Steve Jobs großer Plan und komplett neue Produkte

Tim Cook hat auf der gestrigen Hauptversammlung den Vorstoß von David Einhorn abgewehrt. Zudem versprach er wieder einmal großartige neue Produkte. Der Aktie konnte dies keine Impulse geben.

Die von David Einhorn angezettelte Aktionärs-Revolte, um die Ausschüttung der Geldreserven einzuleiten, blieb gestern aus. Stattdessen verriet Tim Cook, dass der noch von Steve Jobs geplante neue "Spaceship"-Hauptsitz schon 2016 eröffnet wird. Noch dieses Jahr könnte der Grundstein gelegt werden.

Zudem hielt Cook die Hoffnung auf neue Blockbuster am Leben. Man arbeite an großartigen Produkten und man schaue auf komplett "neue Kategorien". Gerüchteweise arbeitet Apple etwa an einer iWatch oder einem eigenen Fernsehgerät (siehe auch "Apple TV"). Die Frage ist, ob solche Produkte den Margenerfolg des iPhones wiederholen können. Dagegen sprechen: Solche Geräte würden wohl nicht durch Mobilfunkverträge quersubventioniert und Kunden teuerer erscheinen. Auch über größere iPhone-Modelle wird spekuliert (welche, wenn sie den kämen, so manches iPad mini überflüssig machen könnten).

"Gerammelt voll"

Bereits im Analysten-Call zur Zahlenbekanntgabe sagte Tim Cook: "Wir könnten die Apple-Marke auf viele Dinge kleben und würden mehr verkaufen, aber das ist nicht unsere Aufgabe. Das Wichtigste für uns ist, die besten Produkte der Welt zu bauen. Das heißt, wir wollen nicht um jeden Preis mehr Umsatz machen. (...) Wir arbeiten an einigen wunderbaren Sachen. Die Pipeline ist gerammelt voll. Ich sagte bereits, dass der TV-Bereich sehr interessant für uns ist. Wir bleiben hier dran und sehen, wo es uns hinführt."

Im Vorfeld aufgekommene Gerüchte über einen Aktiensplit hatten sich auf dem Aktionärs-Meeting nicht konkretisiert.

Rebound schon vorbei?

Der Anfang Februar gestartete Rebound scheint schon wieder vorbei. Durch das vorläufige Ausbremsen der Einhorn-Pläne fehlt dem Papier aktuell die Fantasie. Auf mittlere und lange Sicht bleibt die Unsicherheit über die Margenentwicklung bestehen. Anleger bleiben der Aktie weiterhin fern beziehungsweise in der verbliebenen Position des empfohlenen Puts engagiert. Die komplette Einschätzung lesen Sie hier ("Apple: Das Ende eines Märchens?").

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