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Apple: Neuer Rekordgewinn – Ausblick enttäuscht

Apple hat im vergangenen Quartal einen neuen Rekordgewinn von 18,4 Milliarden (rund 17 Milliarden Euro) Dollar erzielt. Den Ausschlag dafür gab der Verkauf von knapp 76,8 Millionen iPhones. Das war allerdings gerade einmal ein Absatzplus von 0,4 Prozent im Jahresvergleich. Vor einem Jahr hatte Apple 18,02 Milliarden Dollar verdient. 

Damals waren die iPhone-Verkäufe mit dem Start der ersten Modelle mit deutlich größeren Displays um 46 Prozent hochgesprungen. Jetzt legte immerhin der durchschnittliche Verkaufspreis pro iPhone im Jahresvergleich um 4 Dollar auf 691 Dollar zu. Dass Apple auf das Geschäft mit günstigen Smartphones verzichtet, treibt die Profite nach oben, bremst aber in dem hart umkämpften Geschäft die Marktanteile. 

Die 18,4 Milliarden Dollar Quartalsgewinn sind immerhin ein neuer historischer Bestwert. Nur der Immobilienfinanzierer Fannie Mae hatte einmal dank einer gewaltigen Steuergutschrift einen Quartalsgewinn von 58 Milliarden Dollar ausgewiesen - der jedoch schnell an den US-Staat ging.

Der Quartalsumsatz legte im Ende Dezember abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal um 1,7 Prozent auf 75,87 Milliarden Dollar zu, wie der Konzern nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte. Allerdings hatten Analysten Erlöse von 76,52 Milliarden Dollar erwartet. Das Weihnachtsgeschäft kurz nach dem Start neuer iPhone-Modelle ist traditionell das wichtigste Quartal für Apple.

Ausblick: Rückgang erwartet

Für das laufende Vierteljahr rechnet Apple mit dem ersten Umsatzrückgang seit mehr als einem Jahrzehnt. Die Erlösprognose wurde auf 50 bis 53 Milliarden Dollar festgesetzt. Vor einem Jahr machte Apple in dem Quartal bis Ende März noch 58 Milliarden Dollar Umsatz.Apple verwies auf die schwache Konjunktur in mehreren Regionen und massiven Gegenwind durch den starken Dollar, der Auslandseinnahmen bei der Umrechnung in die US-Währung für die Bilanz niedriger aussehen lässt. Konzernchef Tim Cook sprach von "extremen Bedingungen, wie wir sie noch nie erlebt haben". Ohne die negativen Effekte hätte es ein Umsatzplus von acht Prozent gegeben.

Ein befürchteter Einbruch in China angesichts der wirtschaftlichen Turbulenzen in dem Riesenmarkt blieb dagegen aus. Apple macht in China nach wie vor rund ein Viertel seines Geschäfts. 

Nachbörslich schoss die Aktie erst bis auf 103,50 Dollar hoch, um dann bis auf 96,89 Dollar abzusacken.

(Mit Material von dpa-AFX)  

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| Michel Doepke | 0 Kommentare

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