Apple
- Michel Doepke - Volontär

Apple: iPhone 7 – Rekord oder Rohrkrepierer?

Rekordvorbestellungen vs. GfK-Studie und Analyst Ming-Chi Kuo: Wird das iPhone 7 für Apple ein Erfolg oder überwiegt am Ende die Ernüchterung? Die Medien überschlagen sich seit Wochen mit Hinweisen darauf, wie sich das neue iPhone schlägt. Fakt ist: Einiges spricht für aber auch gegen einen Erfolg.

Erfolg

Mit Begeisterung wurden die Rekordvorbestellungen für das iPhone 7 von Sprint und T-Mobile US an den Börsen aufgenommen: Innerhalb dieser Handelswoche konnten die Papiere von Apple rund zehn Prozent zulegen. Gleichzeitig prallte die Aktie an der 200-Tage-Linie nach oben ab – die Charttechnik lieferte also zusätzliche positive Impulse, die den Anstieg begünstigten.

Jedoch sollten die Rekordvorbestellungen nicht überbewertet werden. Die beiden amerikanischen Telekommunikationsanbieter warben vorab massiv für das neue iPhone 7 mit dem besten LTE-Netz in den USA. Dagegen könnte es bei anderen Anbietern wesentlich schlechter aussehen.

Ebenfalls positiv für Apple ist der Fauxpas von Samsung. Der Rückruf wegen Akku-Problemen des Samsung Galaxy Note 7 könnte dem Kult-Konzern neue Kunden beschert haben. Diese These sollte allerdings ebenfalls mit Vorsicht betrachtet werden. Hierbei scheint es sich um einen kleinen, vernachlässigbaren prozentualen Anteil zu handeln, der nur unwesentliche Auswirkungen auf den Erfolg beziehungsweise Misserfolg von Apple haben wird.

Misserfolg

Für einen Misserfolg des iPhone 7 spricht eine aktuelle Studie des Forschungsinstitutes GfK. Die Marktforscher rechnen mit einem Einbruch der Verkäufe um rund 25 Prozent im Vergleich zum Vorgängermodell.

Zudem meldete sich ein weiterer Experte zu Wort: Kein geringerer als Apple-Analyst Ming-Chi Kuo von KGI Securities, der nahezu alle Entwicklungen und Prognosen der bisherigen iPhone-Serien vorhersagte. Kuo hatte jedoch nach dem Smartphone-Rückruf von Samsung seine Prognose für das iPhone 7 von 65 auf 70-75 Millionen Verkäufe angehoben – trotzdem seien höhere Verkäufe im Vergleich zum iPhone 6s ausgeschlossen, so Kuo.

AKTIONÄR-Fazit

USA hui – Europa und Asien pfui. Der iPhone-Verkaufsrekord wird wohl nicht gebrochen werden. DER AKTIONÄR rechnet mit einer Konsolidierung der iPhone-Verkäufe auf einem hohen Niveau. Von einem Wort-Case-Szenario ist nicht auszugehen – die Aktie könnte trotz der stagnierenden Verkäufe die alten Hochs wieder attackieren. Fundamental sind die Papiere mit einem KGV von 13 für das kommende Jahr günstig bewertet. Außerdem hat sich das Chartbild in den letzten Wochen deutlich aufgehellt. Rücksetzer sollten weiterhin zum Kauf genutzt werden.

 


 

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