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- Martin Weiß - Leitender Redakteur

Apple: iPad als Margen-Turbo

Mit viel Tamtam wurde Apples iPad vorgestellt, der Ladenpreis ab 499 Dollar sorgte aber für lange Gesichter bei den Kunden. Jetzt hat iSuppli herausgefunden: Die Komponenten kosten zusammen gerade einmal 220 Dollar.

Apple reitet mit seinen schick designten Computern, MP3-Playern und Handys seit Jahren erfolgreich die Lifestyle-Welle. Im Januar hat der Konzern nun das iPad vorgestellt, von dem Apple-Gründer und Firmenchef Steve Jobs nichts weniger erwartet, als das es den multimedialen Alltag der Menschen revolutioniert. Diese Revolution hat ihren Preis: Apple verlangt für das iPad schon in der Basisversion 499 Dollar. Damit ist klar, dass sich der Alltag für viele Menschen auf absehbare Zeit doch nicht ändern wird. Zumindest so lange nicht, wie der US-Konzern nicht an der Preisschraube dreht.

Niedrige Kosten, hoher Profit

Die Branchenexperten haben Apples neuesten Hoffnungsträger schon vor dem offiziellen Verkaufsstart im März und April genauer unter die Lupe genommen und nachgerechnet: Trotz berührungsempfindlichen Display und flinkem Prozessor kommen sie auf einen Wert für die Komponenten von gerade einmal 219,35 Dollar. Die Kosten machen somit schlappe 44 Prozent des Verkaufspreises für das günstigste iPad aus.

Den kräftigen Aufschlag sind Apple-Kunden schon gewohnt und dem Konzern beschert es traumhafte Margen. Zuletzt meldete Apple Quartalserlöse von 15,7 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 3,4 Milliarden Dollar. Die Berechnung von iSuppli dürfte somit vor allem die Apple-Aktionäre freuen. Alle anderen müssen eben hoffen, dass sich das iPad nur schleppend verkauft und der Konzern an der Preisschraube drehen muss. Dass das kein Problem wäre, hat iSuppli bewiesen.

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