Apple
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Apple: Der Loser ist die Nummer 1

2013 ist noch nicht das Jahr der Apple-Aktie. Ein großes Comeback hat hingegen der lange belächelte Apple-Bär Ed Zabinsky gefeiert. Sein Kursziel ist extrem und wurde nun bekräftigt.

Statt einer Milliarde nur 0,6 Milliarden Dollar. Die Kürzung des Schadensersatzes (siehe auch: "Schlappe gegen Samsung") wegen Patentstreitigkeiten sind selbst für Apple keine Peanuts. Die Frage, wer denn der eigentliche Erfinder und Patentinhaber ist, könnte sich durchaus auf weitere Bereiche ausweiten. Apple wird Spekulationen zufolge noch dieses Jahr eine iWatch vorstellen. Doch Dauerrivale Samsung will offenbar erneut mit einem ähnlichen Produkt kontern. Versandhändler Pearl war schneller, adressiert mit diesem günstigen Uhrenhandy aber ganz andere Zielgruppen.

Gerüchteweise arbeitet Apple auch an einem eigenen Fernsehgerät (siehe auch "Apple TV"). Solche Geräte würden jedoch nicht durch Mobilfunkverträge quersubventioniert. Auch über größere iPhone-Modelle wird spekuliert (welche so manches iPad mini überflüssig machen könnten).

Kursziel 270 Dollar?

Derweil hat sich der kurzfristige Abwärtstrend der Aktie fortgesetzt - das 2014er-KGV liegt nur noch bei 8,5. Weiterhin raten 80 Prozent der Analysten zum Kauf, 17 Prozent sind neutral und nur drei Prozent vergeben ein Sell-Rating.

Neben Per Lindberg, der sich vor den Zahlen bereits gegenüber dem AKTIONÄR skeptisch gezeigt hatte, fällt vor allem Ed Zabinsky auf. Er war (zu) früh ins Bärenlager gewechselt. Schon 2010 gab er ein Kursziel von 199 Dollar an. Aufgrund spöttischer Medienberichte im Zuge der Rallye bis rund 700 Dollar verweigerte er schließlich sogar Interviews.

Aktuelle Nummer 1

Doch sein Ansehen ist wieder stark gestiegen. In den letzten Monaten ist er aufgrund des Absturzes der Apple-Aktie im Bloomberg-Ranking zum treffsichersten und erfolgreichsten Analysten aufgestiegen. Sein zwischenzeitliches Kursziel von 270 Dollar hat er nun bekräftigt. Eine These von ihm ist, dass geschlossene Smartphone-Systeme und klassische, kostenpflichtige Apps Auslaufmodelle sind und die Margen von Apple zurückgehen.

DER AKTIONÄR rät: Auch durch das vorläufige Ausbremsen der Einhorn-Pläne fehlt dem Papier aktuell die Fantasie. Anleger bleiben der Aktie weiterhin fern beziehungsweise in der verbliebenen Position des empfohlenen Puts engagiert.

Die komplette Einschätzung lesen Sie hier ("Apple: Das Ende eines Märchens?").

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