Apple
- Stefan Limmer - Redakteur

Apple: Carl Icahn mischt sich ein

Apples unbequemer Großinvestor Carl Icahn startet einen neuen Angriff auf die Bargeld-Reserven des iPhone-Riesen. In einem offenen Brief an Konzernchef Tim Cook forderte Icahn am Donnerstag eine Ausweitung der Aktienrückkäufe. Die Apple-Aktie bewegt sich indes weiter seitwärts.

Seine Forderung trug Icahn mit einer Charme-Offensive vor: Cook und seinTeam lieferten exzellente Arbeit, Anleger würden das jedoch nicht ausreichend schätzen, deshalb sei Apple an der Börse unterbewertet. Um den Kurs auf ein angemessenes Niveau zu hieven, solle das Unternehmen mehr eigene Aktien zurückkaufen. Icahn war 2013 in größerem Stil bei Apple eingestiegen und hatte dannlautstark nach einer Ausweitung der Aktienrückkäufe verlangt. Im Februar gab er vorerst Ruhe. Zur Wochenmitte hatte der Investor dann einen "interessanten Brief" an Apple-CEO Cook angekündigt.

Ebay-Management knickte ein

Zuletzt konnte Icahn einen Triumph durch die von ihm geforderte Trennung Ebays von der Tochter PayPal verbuchen, gegen die sich der Konzern lange gesträubt hatte. Der Online-Bezahldienst PayPal soll im kommenden Jahr an die Börse gebracht werden. Neuer Ebay-Chef wird Devin Wenig, derzeit der Chef der Ebay-Marketplace-Division. Die Spitze von Paypal wird Dan Schulman übernehmen, der aktuell die Enterprise Growth Group bei American Express leitet. 

Es wird spannend

Nachdem sich die Aufwärtsdynamik zuletzt abgeschwächt hat, ist es nun wichtig, dass der Aufwärtstrend intakt bleibt und die Apple-Aktie sich über der horizontalen Unterstützung bei 76,60 Euro hält. Fällt die Aktie darunter, drohen ein weiterer Kursrutsch und eine länger anhaltende Konsolidierung. Anleger beachten den Stopp bei 75,50 Euro. 

(mit Material von dpa-AFX)

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