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Apple startet nach Zahlen mit dickem Minus – erstmals Rückgang beim iPhone-Absatz

Am Tag nach den schwachen Q2-Zahlen und dem enttäuschenden Kurzfrist-Ausblick ist die Apple-Aktie mit einem kräftigen Minus in den Handel gestartet. Vor allem der schwache iPhone-Absatz lastet auf der Bilanz.

Bei der Präsentation der Zwischenbilanz für das zweite Geschäftsquartal am Dienstagabend nach US-Börsenschluss hat Apple den ersten Umsatzrückgang seit dem Jahr 2003 gemeldet. Hauptgrund dafür: Mit rund 50 Millionen iPhones hat der Konzern erstmals weniger Geräte verkauft als im Vorjahreszeitraum.

Damit rächen sich nun zwei Abhängigkeiten, in die sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren hineinmanövriert hat: Zum einen ist das iPhone die Cash Cow des Konzerns – rund zwei Drittel der Umsätze verdient Apple alleine mit seinem Smartphone. Zudem wird rund ein Viertel der Konzernerlöse in China erwirtschaftet. Läuft es an diesen Stellen nicht rund, schlägt das direkt auf die Bilanz durch.

Höchste Zeit für das „next big thing“

Zwar bemühte sich Apple-Chef Tim Cook, vor allem Zeichen der Hoffnung in den Vordergrund zu rücken, zumindest kurzfristig müssen sich die Anleger aber weiterhin auf harte Zeiten einstellen. Für das laufende Quartal sagt Apple nur noch einen Umsatz zwischen 41 und 43 Milliarden Dollar voraus – Analysten hatten im Schnitt mit 47 Milliarden Dollar gerechnet.

Um zu dauerhaftem Wachstum zurückzukehren, kann sich Apple nicht mehr alleine auf das iPhone verlassen. Stattdessen müssen neue, attraktivere Produkte folgen. Mit dem Apple Car, an dem der Tech-Konzern unbestätigten Meldungen zufolge seit längerem arbeitet, könnten die Kalifornier beispielsweise den Markt für Elektroautos aufmischen. Zudem haben auch Dienste wie Apple Music oder iCloud im Vergleich zur Konkurrenz noch Wachstumspotenzial.

Sabilisierung abwarten

Im Vorfeld der Zahlen hatte DER AKTIONÄR Tradern empfohlen, Gewinne mitzunehmen und die Position zu schließen. Mutige Anleger sollten eine Stabilisierung der Kurses abwarten, ehe sie den kräftigen Rücksetzer für einen Wiedereinstieg nutzen. Der Stopp sollte dann unterhalb des 52-Wochen-Tiefs im Bereich von 90 Dollar (80 Euro) gesetzt werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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