Apple
- Marion Schlegel - Redakteurin

Neue Apps im Angebot – startet die Apple-Aktie bald wieder durch?

Apple und IBM haben am Mittwoch die ersten Ergebnisse ihrer im Sommer vereinbarten Zusammenarbeit vorgestellt. Eine ganze Reihe neuer Business-Anwendungen für Unternehmenskunden seien ab sofort verfügbar, teilten Apple und IBM mit. Die Apps sind für den Einsatz in Unternehmen gedacht, die das iPhone oder iPad von Apple verwenden. Über die iOS-Plattform von Apple wollen die Partner neuartige maßgeschneiderte Analytik-Funktionen für spezielle Einsatzbereiche in der Industrie anbieten.

Breite Kundschaft
Zu den ersten Kunden zählen demnach der Finanzdienstleister Citi, Air Canada, der Telekommunikationskonzern Sprint und das mexikanische Kreditinstitut Banorte. Auch in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz sei man mit potenziellen Kunden im Gespräch, sagte IBM-Manager Urs Schollenberger der dpa. Die neuen Apps können auf große Datenmengen (Big Data) zugreifen und diese gezielt analysieren. Das war bislang in der Regel nur mit Unternehmenssoftware über einen PC möglich. Schollenberger betonte, es gehe bei der "einzigartigen Partnerschaft" zwischen Apple und IBM nicht darum, Anwendungen für den PC oder Laptop auf den kleineren Bildschirm eines Smartphones oder Tablets zu bringen, sondern um neue mobile Workflows, die beispielsweise auch die Sensoren der Mobilgeräte - etwa den GPS-Empfänger zur Ortsbestimmung - zu nutzen.
Die App "Plan Flight" etwa soll es Piloten erlauben, Flug- und Zeitpläne sowie Besatzungslisten mobil im Voraus zu sichten. Anhand des verfügbaren Treibstoffs sollen die Piloten dann bei Problemen fundierte Entscheidungen treffen und in Kontakt mit dem Bodenpersonal treten können.

Aktie holt Luft
Nach den zahlreichen News im zurückliegenden Jahr ist die Aktie von Apple zuletzt auf Konsolidierungskurs gegangen. Ein wirklicher Grund zur Beunruhigung ist das nach dem starken Auftritt seit Mitte 2013 aber nicht. Erst der Rutsch unter die Marke von 100 Dollar (umgerechnet 80,50 Euro) würde das charttechnische Bild merklich eintrüben. Danach sieht es derzeit aber keinesfalls aus. Im Gegenteil – ein starkes Weihnachtsgeschäft könnte durchaus auch der Aktie wieder unter die Arme greifen. Zumal die Aktie mit einem 2015er-KGV von 14 derzeit auch weiterhin nicht zu teuer ist.

(Mit Material von dpa-AFX)

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