Darling International Inc.
- DER AKTIONÄR

Anlegers Liebling

Die Benzinpreise in den USA sind um 30 Prozent in die Höhe geschnellt. Die Rallye rückt alternative Brennstoffe in den Fokus der Verbraucher – und der Anleger. Darling ist hierfür bestens aufgestellt.

Die Benzinpreise in den USA sind um 30 Prozent in die Höhe geschnellt. Die Rallye rückt alternative Brennstoffe in den Fokus der Verbraucher – und der Anleger.

Nicht nur in Deutschland treiben die hohen Benzinpreise den Autofahrern die Zornesfalten auf die Stirn, sondern auch in den USA. So kostet eine Gallone (3,78 Liter) Benzin in San Francisco derzeit 3,24 Dollar. Im November 2006 gab es die gleiche Menge Sprit noch für 2,24 Dollar. Ein Ende des Preisauftriebs ist nicht in Sicht. Weltweit suchen Regierungen und die Industrie deshalb nach alternativen Kraftstoffen.

Abfall zu Geld machen

Eine der vielversprechendsten Ideen ist Treibstoff, der aus Nahrungsmittelabfällen, beispielsweise Talg oder Altfetten, gewonnen wird. Darling International ist ein Spezialist auf diesem Gebiet. Allein in den USA fallen bei der Fleisch- und Geflügelproduktion und in Restaurants jedes Jahr 25.000 Tonnen verwertbarer Abfall an. Darling sammelt gegen eine Gebühr die Abfälle von Restaurants, Fleischereien, Einzelhandelsketten und Schlachthöfen ein, bereitet diese auf und verkauft sie anschließend weiter. Je nach Qualität der Fette und Öle kann Darling den Raffinerien zwischen 50 Cent und einen Dollar pro Gallone in Rechnung stellen. Neben der Herstellung von Biodiesel ist der Konzern außerdem in der Lage, den Rohstoff für „grünen“ Diesel zu liefern. Dabei werden Triglyzerine in Kohlenwasserstoffe umgewandelt. Grüner Diesel weist gegenüber Biodiesel eine Reihe von Vorteilen auf, darunter die Schmiereigenschaften bei niedrigen Temperaturen, und wird durchschnittlich mit einem Dollar pro Gallone bezahlt.

Hohe Nachfrage, steigende Preise

Dank der gestiegenen Nachfrage nach Ausgangsmaterialien für Biokraftstoffe konnte Darling im letzten Quartal bei Erlösen von 171 Millionen Dollar den Gewinn auf 21 Millionen Dollar steigern. DER AKTIONÄR schätzt, dass 2008 Erlöse im Bereich um 730 Millionen Dollar erzielt werden und der Gewinn auf 0,75 Dollar klettert – das wären Zuwachsraten von 14 beziehungsweise 33 Prozent. Hält die galoppierende Inflation an den Zapfsäulen an, könnten die Werte auch deutlich übertroffen werden.

Fazit

Darling ist hervorragend positioniert, um vom Wachstum bei Biokraftstoffen zu profitieren. An den Aussichten gemessen ist die Aktie mit einem 2008er-KGV von 13 noch günstig zu haben.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 48/2007.

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