Microsoft
- Werner Sperber - Redakteur

Anlage-Profis: Nicht so zaghaft bei Microsoft, die Deutsche Bank liegt gut

Die Fachleute des Hanseatischen Börsendienst International erklären, Microsoft setzt mit einer Übernahme von Linkedin den Konzernumbau fort. Zwar ist der gebotene Preis für das Karriere-Netzwerk von gut 26 Milliarden Dollar hoch, doch langfristig sollte sich die größte Übernahme in der Geschichte von Microsoft auszahlen. Das Software-Unternehmen erhält damit Zugang zu einem schnell wachsenden Netzwerk mit mehr als 433 Millionen Mitgliedern weltweit.

Microsoft möchte das Geschäftsmodell von Linkedin beibehalten, den Interessenten kostenpflichtige Premium-Zugänge anzubieten sowie den Kunden individualisierte Werbung zukommen zu lassen. Linkedin bietet Microsoft die Möglichkeit, das Cloud-Geschäft voranzubringen. Das Netzwerk soll mit Microsoft-Software verknüpft werden. Satya Nadella, Vorstandsvorsitzender von Microsoft schrieb in einer E-Mail an die Belegschaft, die Akquisition sei ein Schlüssel für das Ziel, Produktivität und Geschäftsprozesse neu zu erfinden.

Die Anleger reagierten zunächst zurückhaltend, wie die Kursentwicklung belegt, denn sie erinnern sich vor allem an die bislang eher problematischen Übernahmen, etwa die der Handysparte von Nokia. Die meisten Analysten halten eine Übernahme jedoch für gut. Die Analysten der Deutschen Bank beispielsweise bestätigten ihre Kaufempfehlung und ihr Kursziel von 65 Dollar für die Aktie von Microsoft. Die Fachleute des Hanseatischen Börsendienst International halten Microsoft ebenfalls für langfristig aussichtsreich und raten dazu, die Aktie an schwächeren Börsentagen zu kaufen.

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