Deutsche Bank
- Werner Sperber - Redakteur

Anlage-Profis: DAX: Hui; Infineon: Hui; Deutsche Bank: Pfui; Brexit: Na, und?

Die Fachleute des Chart-Chance-Brief sind derzeit grundsätzlich zuversichtlich für den DAX. Wegen der Angst vor einem Austritt Großbritanniens interessiert sich niemand für die Aufträge in Milliardenhöhe, welche die Delegation um Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel aus der Volksrepublik China mitgebracht hat. Wegen der Brexit-Panik interessiert sich niemand für die drastisch gesunkenen Zinsen, welche die Zinslast des Bundeshaushalts im Vergleich zum Jahr 2011 um 40 Prozent sinken ließ. Das schafft Spielräume, um zu investieren und Steuern zu senken. Zu guter Letzt: Die DAX-Aktien sind mit einem KGV von 11 im Vergleich zu Staatsanleihen so günstig wie nie. Dieses Kurs-Gewinn-Verhältnis von 11 entspricht einer Rendite von neun Prozent. Anleger sollten unverdrossen kaufen, solange der DAX bei weniger als 10.000 Punkten notiert. „Viele werden erst über 11.000 einsteigen.“

Für die Deutschen Bank sehen die Fachleute des Chart-Chance-Brief dagegen schwarz. Die Aktie ist die schwächste im DAX und ist auf einen Tiefstkurs von weniger als 14 Euro abgesackt. Die Konsolidierungszone zwischen 18 und 14 Euro ist also verloren und das nächste Kursziel liegt bei zehn Euro. Anleger sollten bei einer zwischenzeitlichen Kurserholung Put-Optionsscheine auf die Deutsche Bank kaufen, denn der Kurs wird einstellig werden. Frustrierte Besitzer der Aktie sollten lieber Anteile von Infineon Technologies kaufen, denn dieser Kurs wird auf 18 Euro steigen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank schmeißt 3.200 Kunden raus

Die Deutsche Bank hat im Handelsbereich die Geschäftsbeziehungen zu 3.200 Kunden eingestellt, wie das Wall Street Journal berichtet. Dadurch sollen Kosten reduziert und die langfristige Stabilität der Bank gesichert werden. Bereits 2015 hatte CEO John Cryan gesagt, dass man sich von der Hälfte der … mehr