MINDRAY MED A ADR
- DER AKTIONÄR

Angriff aus dem Osten

Neuemissionen aus China stehen bei den US-Investoren hoch im Kurs – vor allem, wenn die Parkettneulinge in Wachstumsbranchen tätig sind. Kein Wunder also, dass der Empfang für Mindray Medical an der New Yorker Börse herzlich ausgefallen ist. Die Aktien des Medizintechnik-Herstellers kletterten am ersten Handeltag um 31 Prozent im Wert und schlossen bei 17,75 Dollar.

Der Markt für Medizintechnik in China explodiert - Mindray Medical ist einer der Hauptprofiteure.

Neuemissionen aus China stehen bei den US-Investoren hoch im Kurs – vor allem, wenn die Parkettneulinge in Wachstumsbranchen tätig sind. Kein Wunder also, dass der Empfang für Mindray Medical an der New Yorker Börse herzlich ausgefallen ist. Die Aktien des Medizintechnik-Herstellers kletterten am ersten Handeltag um 31 Prozent im Wert und schlossen bei 17,75 Dollar. Aktuell wechseln die Titel für 24 Dollar die Besitzer, ein Plus von knapp 80 Prozent. Und die Zeichen stehen günstig, dass sich der Kursaufschwung fortsetzt.

Starke Marktstellung

Mindray Medical produziert medizinische Geräte für Laboratorien, zur Patientenüberwachung und für die Ultraschalldiagnostik. Das Unternehmen macht sich dabei die niedrigen Lohnkosten in China zunutze, um die Konkurrenten unter Druck zu setzen. Nach Einschätzung von Xu Hang, dem Vorstandschef von Mindray, beträgt der Preisvorteil gegenüber den internationalen Wettbewerbern bis zu 30 Prozent. Aktuell verkauft Mindray seine Produkte in 120 Länder. Mit wachsendem Erfolg: In den ersten sechs Monaten 2006 stieg der Umsatz aus dem internationalen Geschäft auf knapp 44 Prozent der Gesamterlöse. Drei Jahre zuvor betrug dieser Anteil lediglich 25 Prozent. Gemessen an den verkauften Stückzahlen sieht sich der Konzern als Marktführer in China.

Rasantes Wachstum

Das Flaggschiff von Mindray ist ein transportables System zur Überwachung der Vitalfunktionen bei Patienten – damit wurden zuletzt 39 Prozent der Umsätze erzielt. Indem die Firma kräftig in neue Technologien investiert, werden zusätzliche Einnahmequellen erschlossen. So wurde jüngst der erste Anästhesie-Monitor zur Serienreife gebracht. Die Innovationsfreude hat bei den Chinesen Tradition und ist maßgeblich mitverantwortlich dafür, dass die Umsätze in den letzten beiden Jahren um jeweils über 50 Prozent gesteigert werden konnten. Und ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht, denn Mindray plant schon für das erste Halbjahr 2007 weitere Produktneueinführungen.

Aufspringen!

Das hohe Wirtschaftswachstum in China und die damit einhergehende Verbreitung moderner Medizintechnik spielen Mindray als Marktführer in die Hände. Die geringen Fertigungskosten verschaffen dem Konzern zudem einen erheblichen Wettbewerbsvorteil im internationalen Geschäft. Wer in China investieren will, kommt an Mindray nicht vorbei.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 02/2007.

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