Anglo American
von Steffen Eidam - Redakteur

Anglo American: Neuer Chef, alte Probleme

Mark Cutifani heißt der neue Chef beim Bergbauriesen Anglo American. Er wird ab April den Chefposten der zurückgetretenen Cynthia Caroll übernehmen. Es wartet eine schwere Aufgabe.

Anglo American hat einen Nachfolger für Cynthia Caroll gefunden. Künftig soll AngloGold-Chef Cutifani den Konzern zurück in die Erfolgsspur führen. Auf kurze Sicht dürfte dies kaum gelingen.

Hausinterne Lösung

Beim britisch-südafrikanischen Bergbaukonzern Anglo American wird ab dem 3. April Mark Cutifani das Zepter schwingen. Er übernimmt ein schweres Erbe von der aus eigenen Stücken zurückgetretenen Cynthia Carroll. Cutifani galt im Vorfeld neben Chris Griffith, dem Leiter der Platin-Sparte, als einer der Favoriten auf den Chefsessel. Cutifani kennt sich im Firmenverbund von Anglo American gut aus. Derzeitet leitet er die Geschäfte beim Tochterkonzern AngloGold Ashanti. Zuvor war er als Geschäftsführer beim kanadischen Nickelkonzern CVRD Inco tätig.

Mine verkauft

Anglo American leidet unter ausufernden Kosten. Allein beim Eisenerzprojekt Minas Rio in Brasilien dürften die Kosten von ursprünglich 2,4 Milliarden auf geschätzte acht Milliarden Dollar explodieren. Nicht nur die hohen Kosten, sondern auch die mangelnde Investititonsbereitschaft von Geldgebern macht Anglo zu schaffen. Frisches Kapital ist also bitter nötig. Immerhin konnte nun die im Januar 2008 erworbene Eisenerzmine Amapa (70 Prozent Anteil) in Brasilien an Zamin Ferrous veräußert werden. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart.

Finger weg

Trotz der jüngsten Erholung bei der Anglo-Aktie bietet sich kein Einstieg an. Im Gegenteil, tiefgreifende strukturelle Probleme dürften dem Bergbaukonzern weiter zusetzen. Auch die angespannte politische Situation in einigen Abbauregionen führt zu Unsicherheiten. Anleger meiden das Papier.

| Marion Schlegel | 0 Kommentare

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