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AMD - Alle wollen Chips

Der Chipgigant Advanced Micro Devices (AMD) hat ein Rekordquartal hingelegt. Sowohl im Geschäft mit Mikroprozessoren als auch im Speicherchip-Segment gelang dem Konzern eine deutliche Ergebnisverbesserung.

Der Chipgigant Advanced Micro Devices (AMD) hat ein Rekordquartal hingelegt. Sowohl im Geschäft mit Mikroprozessoren als auch im Speicherchip-Segment gelang dem Konzern eine deutliche Ergebnisverbesserung.

Von Steffen Eidam

Der amerikanische Technologiekonzern AMD hat ein glänzendes drittes Quartal hingelegt. Aufgrund der starken Nachfrage nach seinen Computerchips erzielte der zweitgrößte Chiphersteller der Welt einen Rekord bei Absatz, Umsatz, Bruttomarge und operativem Gewinn. In der schwächelnden Speicherchipsparte konnte der Verlust deutlich verringert werden.

Hohe Nachfrage

Der Chipgigant AMD hat seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit um 23 Prozent auf 1,52 (Prognose: 1,38) Milliarden Dollar gesteigert. Wie die in Sunnyvale beheimatete Gesellschaft gestern nach Börsenschluss bekannt gab, kletterte der Gewinn von 43,8 Millionen Dollar oder 12 Cent je Aktie im Vorjahr auf 76 Millionen Dollar oder 18 Cent je Aktie. Experten hatten im Durchschnitt mit einem Gewinnrückgang gerechnet. Der operative Gewinn hat von 68 Millionen Dollar im Vorjahr auf 79 Millionen Dollar zugelegt.

Vor allem die Computerchip-Sparte kann mit hervorragenden Daten aufwarten. Der Umsatz dort verbesserte sich um 44 Prozent auf 969 Millionen Dollar, der operative Gewinn stieg von 89 auf 209 Millionen Dollar. Dabei konnte insbesondere das Geschäft in den Wachstumsmärkten wie Russland, Indien und China überzeugen. Bei den in Handys und anderen elektronischen Geräten verwendeten Flash-Speicherchips, verringerte sich der operative Verlust deutlich von 90 auf 50 Millionen Dollar, während sich der Umsatz um vier Prozent auf 516 Millionen Dollar reduziert hat.

Optimistischer Ausblick

Der positive Trend wird sich den Kaliforniern zufolge auch im Schlussquartal fortsetzen. Für die Monate Oktober bis Dezember rechnet AMD mit einem Umsatzanstieg von sieben bis 13 Prozent gegenüber dem Vorquartal (42 bis 50 Prozent gegenüber Vorjahr). Auch bei der Problemsparte Speicherchips rechnet der Konzern mit einer weiteren Erholung.

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