GOLDM.S. BONUSZ08 CBK
- DER AKTIONÄR

Ambitionierte Renditeziele

Eine respektable Entwicklung: In den ersten neun Monaten 2006 hat die Commerzbank den Konzernüberschuss gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 49 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro gesteigert und damit bereits den Konzerngewinn des Geschäftsjahres 2005 von 1,17 Milliarden Euro übertroffen. Nun will das zweitgrößte deutsche Finanzinstitut mit umfangreichen Investitionen im hart umkämpften Privatkundengeschäft in die Offensive gehen.

Mit guten Quartalszahlen hat die Commerzbank zuletzt positiv überrascht. Sicher nicht zum letzten Mal, denn das Wachstum soll durch Investitionen forciert werden.

Eine respektable Entwicklung: In den ersten neun Monaten 2006 hat die Commerzbank den Konzernüberschuss gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 49 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro gesteigert und damit bereits den Konzerngewinn des Geschäftsjahres 2005 von 1,17 Milliarden Euro übertroffen. Nun will das zweitgrößte deutsche Finanzinstitut mit umfangreichen Investitionen im hart umkämpften Privatkundengeschäft in die Offensive gehen.

Fokus auf Neukundengewinnung

Bis 2009 will die Commerzbank 800.000 neue Privatkunden gewinnen und dadurch die Eigenkapitalrendite vor Steuern im Privatkundengeschäft von derzeit 11 auf 18 Prozent im Jahr 2010 erhöhen. Die Nachsteuer-Rendite im Gesamtkonzern soll bis dahin auf 15 Prozent steigen. Realisiert werden sollen dieses Ziele durch die Schaffung von 700 neuen Vertriebsstellen, Marketinginvestitionen und diversen Kostensenkungsmaßnahmen. Analyst Andreas Pläsier von M. M. Warburg hält diese Renditeziele zwar für ambitioniert, aber erreichbar, sofern sich das konjunkturelle Umfeld in Deutschland nicht signifikant eintrübt.

Weitere Zukäufe geplant

Neben der Expansion im Privatkundensektor verfolgt die Commerzbank das übergeordnete Ziel, das Wachstum durch Zukäufe im In- und Ausland voranzutreiben. Ein Paradebeispiel für einen strategisch sinnvollen Zukauf ist die Übernahme des Immobilienfinanzierers Eurohypo. Schließlich ist das Hypothekengeschäft wesentlich stabiler als der Handel mit Krediten. Hochinteressant ist darüber hinaus, dass die Commerzbank mit einer eigenen Tochtergesellschaft sowie einer 15,3-prozentigen Beteiligung an der Moskauer Promsvyazbank auf dem russischen Bankenmarkt präsent ist, der Expertenmeinungen zufolge erst am Anfang einer langfristigen Aufwärtsbewegung steht. Mittelfristig soll die Mehrheit an der zweitgrößten Bank in Russland erworben werden, um vom boomenden Geschäft mit dem russischen Mittelstand und russischen Privatkunden optimal zu profitieren.

Langfristig interessant

Die Wachstumsstory bei der Commerzbank ist intakt. Vor diesem Hintergrund ist die Aktie mit einem 2007er-KGV von 10 günstig bewertet. Kursfantasie resultiert zudem aus den immer wieder aufkeimenden Übernahmegerüchten, wobei zuletzt am Markt mögliche Übernahmepreise von mindestens 36 Euro je Aktie herumgereicht wurden. Als interessante Alternative zum Direktinvestment kommt das Bonuszertifikat von Goldman Sachs in Frage.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 48/2006.

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