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- Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

Amazon vor Q1-Zahlen – darauf kommt es heute an!

FANG den Kurs? Am Donnerstag öffnet der E-Commerce-Riese Amazon seine Bücher und berichtet über die ersten drei Monate. Die Zahlen der Konkurrenten Facebook (F), Netflix (N) und Google (G) riefen zuletzt gemischte Reaktionen - von Jubel bis Panik - an der Wall Street hervor. Wie wird Amazon abschneiden?

Prime als Wachstumsmotor

Die Erwartungshaltung der Analysten ist hoch. Beim Umsatz wird mit einem Anstieg von 23 Prozent auf 28 Milliarden Dollar gerechnet, beim Gewinn je Aktie mit 0,58 Dollar.

Amazon selbst nannte zuletzt Ziele von 26,5 bis 29 Milliarden Dollar und 100 bis 700 Millionen Dollar beim operativen Ergebnis.

Mit Spannung erwarten die Investoren die neuesten Zahlen zu Prime. Der Dienst für Amazons Edel-Abonnenten hat sich als Wachstumsgarant erwiesen. Umfasste Prime ursprünglich den kostenfreien Versand am nächsten Tag, tummeln sich mittlerweile Angebote wie Video, Musik und die Lieferung von Konsumartikeln unter dem Brand. 

Amazon hält sich traditionell bedeckt, was die genauen Zahlen der Prime-Mitglieder betrifft. Analysten haben jedoch errechnet, dass allein im Heimatmarkt bis zu 54 Millionen Haushalte den Dienst nutzen. Prime-Mitglieder sind für Amazon besonders lukrativ, weil sie im Schnitt rund 1.100 Dollar im Jahr bei dem Online-Supermarkt lassen und damit doppelt so viel, wie Nicht-Mitglieder.

Ebenfalls interessant für die Anleger ist am Abend die Entwicklung von Amazon Web Service, kurz AWS. Hinter der Bezeichnung verbirgt sich unter anderem das Geschäft der Cloud-Sparte und damit ein weiterer Wachstumstreiber. AWS wächst nicht nur dynamisch, sondern ist mit verantwortlich für die positive Margenentwicklung im Gesamtkonzern. Vom ersten Quartal 2015 bis zum vierten Quartal 2015 stieg die Marge um 12 Prozentpunkte auf 29 Prozent.

Fazit: Amazon vor den Zahlen zu kaufen und auf eine positive Überraschung zu spekulieren, lieferte in den letzten Quartalen ein gemischtes Ergebnis. Bei der Vorlage der Q4-Zahlen etwa erleideten Kurzfristtrader Schiffbruch, während die Strategie zuvor durchaus funktioniert hatte. DER AKTIONÄR empfiehlt nicht investierten Anlegern die Zahlen abzuwarten. Wer investiert ist, hält die Position.

 

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