Amazon
- Jochen Kauper - Redakteur

Amazon.com: Kurs-Comeback nach schwachen Zahlen

Amazon ist im dritten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Verantwortlich dafür war unter anderem eine Abschreibung auf die Beteiligung am Rabattspezialisten LivingSocial. Fakt ist: Amazon ist derzeit kräftig am investieren. Die Anleger blicken optimistisch in die Zukunft. Die Amazon-Aktie ist wieder am aufsteigenden Ast.

Eines vorab: Der Zeitpunkt für die Kaufempfehlung vor einigen Wochen kam etwas zu früh, leider. Nach dem Spitzenkurs von rund 200 Euro ging der Aktie die Puste aus. Mit den schwachen Zahlen lief die Korrekturbewegung von Amazon aber dann glücklicherweise aus. Damit hat das Papier im Bereich der 200-Tage-Linie gedreht.

Zahlensalat

Auf den ersten Blick sind die Zahlen des E-Commerce-Riesen letzte Woche auch nicht sonderlich gut ausgefallen. Der Quartalsumsatz stieg im Jahresvergleich zwar um 27 Prozent auf 13,8 Milliarden Dollar. Der Verlust im dritten Quartal erreichte aber 274 Millionen Dollar. Auslöser war vor allem die Abschreibung auf die Beteiligung am Rabattcoupon-Spezialisten LivingSocial. Auch die Prognose für das laufende Quartal stimmte die Analysten nicht zufrieden. Amazon-Chef Jeff Bezos rechnet im Weihnachtsgeschäft nur mit einem Umsatzplus zwischen 16 und 31 Prozent.

Zukunftsorientiert

Und dennoch: Anleger sollten nicht aus den Augen verlieren, dass Amazon derzeit kräftig auf die Tube drückt - und zwar in Form von hohen Investitionen. In Europa kam vor kurzer Zeit mit dem Kindle Fire HD die zweite Generation von Amazons Tablet auf den Markt. Firmenchef Bezos räumte ein, dass Amazon die Tablets praktisch zum Produktionspreis verkauft. Mittlerweile konnte man dadurch aber einen Marktanteil von 20 Prozent erobern. Das Ziel ist einfach: Jeder verkaufte Mini-Computer ist eine Tür zu Amazons riesigem Online-Angebot. Der Fokus liegt auf den digitalen Medien, schließlich fließt immer mehr Geld in Filme, TV-Formate, Spiele, Musik und Apps.

Gute Chance

Wie eingangs erwähnt, kam die letzte Kaufempfehlung für die Amazon-Aktie etwas zu früh, was im Nachhinein sehr ärgerlich ist. Im Bereich der 200-Tage -Line, also knapp unter 180 Euro, sollte die Abwärtsbewegung aber ein Ende gefunden haben. Der Fokus von Jeff Bezos liegt derzeit auf hohen Investitionen, die sich erst in ein bis zwei Jahren in höheren Margen auszahlen sollten. Die Amazon-Aktie bietet auf dem aktuellen Niveau eine gute Chance, die Position auszubauen.

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