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- Benedikt Kaufmann

Amazon bricht nach Q3-Zahlen ein – Was tun?

Amazon machte im dritten Quartal deutlich weniger Gewinn als erwartet. Die Aktie notiert nachbörslich mit gut fünf Prozent im Minus. So bereitet der sechste Quartalsgewinn in Folge den Anlegern wenig Freude.

Der Überschuss kletterte zwar im Jahresvergleich von 79 auf 252 Millionen Dollar – Analysten hatten jedoch mit erheblich mehr gerechnet. Amazon meldete anstatt der erwarteten 0,79 Dollar nur einen Gewinn von 0,52 Dollar je Aktie. Beim Umsatz lag das Ergebnis hingegen im Rahmen der Erwartungen. Die Erlöse legten um 29 Prozent auf 32,7 Milliarden Dollar zu.

Cloud-Sparte erfolgreich

Die für Amazons Zukunft so wichtige Cloud-Sparte AWS übertraf die Erwartungen hingegen leicht. AWS boomt weiter und verbuchte ein Plus von 55 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar. So soll es laut Experteneinschätzung im Jahr 2017 bei einem Jahreswachstum von 60 Prozent weitergehen. Der ehrgeizige Konzernchef Jeff Bezos peilt mit AWS einen Jahresumsatz von zehn Milliarden Dollar an. Die Investitionen in AWS beginnen sich auszuzahlen.

Auf zu neuen Ufern

Nächstes Großprojekt ist China. Seit Freitag steht auch den Bürgern des Reiches der Mitte Amazon Prime zur Verfügung. In den USA sind bereits 65 Millionen Prime-Kunden registriert – das sind rund 20 Prozent der Bevölkerung. Ein Prime Kunde gibt durchschnittlich 1.200 Dollar im Jahr aus. Kundenbindung durch Zusatzangebote – keiner kann dies besser als Amazon. Sollte es Amazon schaffen bei gleichen Durchschnittsausgaben nur ein Prozent der Online-Shopping begeisterten Chinesen als neue Prime-Kunden zu gewinnen, könnte sich ein zusätzlicher Umsatz von 1,6 Milliarden in Amazons Jahresbilanz einstellen.

Kursziel bleibt 1.000 €

Für das laufende vierte Quartal stellte Amazon einen Umsatz zwischen 42 und 45,5 Milliarden Dollar in Aussicht. Ein starkes Weihnachtsgeschäft könnte die schwachen Zahlen des dritten Quartals schnell wieder vergessen lassen. In acht der vergangenen elf Jahre konnte Amazon im Weihnachtsquartal den S&P 500 outperformen.

Die Amazon-Aktie konnte erst am 6. Oktober ihr Allzeithoch erreichen. Anleger sollten Rücksetzer nach den Quartalszahlen nicht beunruhigen. Das niedrigere Kursniveau kann zu Nachkäufen genutzt werden. Der AKTIONÄR bleibt bullish. Kursziel 1.000 Euro

 


 

Confronting Capitalism
 

Autor: Kotler, Philip
ISBN: 9783864703768
Seiten: 258
Erscheinungsdatum: 15.06.2016
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

1989: Der Kommunismus ist tot, der Kapitalismus hat sich als das überlegene System erwiesen. 2008: Die Wall Street bringt die Weltwirtschaft an den Rand des Zusammenbruchs. 2015: Wir können nicht mehr die Augen vor gravierenden ökonomischen Problemen verschließen. Philip Kotler schaut ganz genau hin. In seinem neuen Buch legt er den Finger in die Wunden des Kapita lismus. Er identifi ziert und analysiert insgesamt 14 strukturelle Mängel: zunehmende Armut, wachsende Ungleichheit, Jobverlust durch Auto matisierung, Umweltzerstörung, Profi t orientierung, …
Kotler zeigt, woran der Kapitalismus krankt – und welche Maßnahmen wir ergreifen müssen, um »das beste aller Wirtschaftssysteme« wieder zukunftsfähig zu machen.

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