Barrick Gold
- Werner Sperber - Redakteur

AMAG Austria Metall und PNE Wind im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I

Der Austria Börsenbrief erkennt Probleme für die AMAG Austria Metall AG, allerdings auch Chancen für den Aktienkurs. Der Anlegerbrief performaxx wettet auf Politiker-Handlungen für die Sicherung der Energieversorgung und auf PNE Wind. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Die folgenden Texte sind von den jeweils genannten Publikationen übernommen und üblicherweise Sinn wahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz in der Klammer "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern.): Die Experten des Austria Börsenbriefes verweisen auf einen niedrigeren Aluminiumpreis und höhere Abschreibungen, welche die Ergebnisse der AMAG Austria Metall AG im dritten Quartal wie erwartet belastet haben. Der Umsatz stieg demnach im Jahresvergleich um drei Prozent auf 205 Millionen Euro, doch der Gewinn gab um mehr als ein Drittel ab, auf noch immer gute 18,4 Millionen Euro beziehungsweise 0,52 Euro je Aktie. Nachdem das EBITDA im vergangenen Gesamtjahr noch knapp 150 Millionen Euro betragen hatte, erwartet der Vorstand für dieses Jahr lediglich ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 128 bis 133 Millionen Euro. Das KGV dürfte gesunde 10 betragen. Obwohl das Management auch das kommende Jahr aufgrund des unsicheren Marktumfeldes als herausfordernd bezeichnet, bleibt die Aktie der AMAG ein Outperformer.

Änderung in einem Musterdepot des Austria Börsenbriefes:

Im international ausgerichteten Musterportfolio sind die 650 Anteile an Barrick Gold mit einem Verlust von 19 Prozent zu 28,35 Euro ausgestoppt worden.  

Der Anlegerbrief performaxx: Hoffen auf die Politiker     

Jüngst sackte der Aktienkurs von PNE Wind deutlich ab, weil Anleger am Wachstum von Windkraftanlagen vor der Küste (Offshore-Anlagen) gezweifelt haben. PNE Wind hat Ende des Jahres 2009 den Windpark Borkum Riffgrund II gekauft. Jüngst berichtete das Nachrichtenmagazin Der Spiegel, der dänische Energiekonzern DONG Energy würde diesen Windpark vorerst nicht weiterentwickeln, da der Stromnetz-Betreiber Tennet keinen verbindlichen Termin zugesagt habe, wann dieser Windpark an das Stromnetz angeschlossen wird. Die Experten des Anlegerbriefes performaxx gehen jedoch davon aus, dass DONG den Windpark weiterentwickelt. Sollte DONG Borkum Riffgrund II doch nicht umsetzen, würde PNE Wind ein höherer einstelliger Millionenbetrag aus den Meilensteinzahlungen bis zur Inbetriebnahme entgehen. Das wäre für PNE Wind ein kleiner Rückschlag. Allerdings hängt der wirtschaftliche Erfolg von PNE Wind für die nächsten Jahre an den Projekten Gode Wind I, II und III, welche DONG im August gekauft hat. Wenn DONG die Projekte Gode Wind I und II weiterentwickelt, was das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie bereits erlaubt hat, stehen PNE Wind in den nächsten Jahren Meilensteinzahlungen von insgesamt rund 100 Millionen Euro zu. Die Projekt-Pipeline von PNE Wind ist auch darüber hinaus attraktiv. Ein Gefahrenherd und das größte Restrisiko sind derzeit die Politiker. Die streiten derzeit darüber, wer denn haften soll beziehungsweise sie streiten darum, wie denn die Menschen in Deutschland haften sollen, wenn ein kommerzieller Stromnetzbetreiber Offshore-Windkraftanlagen verspätet oder gar nicht an das Stromnetz anschließt. Die Politiker streiten zudem darüber, bei welchen Anbietern von erneuerbaren Energien (also, Biogas-, Solar-, Windenergie oder ähnliches) wie und wie stark die Subventionen gekürzt werden. Die Experten des Anlegerbriefes performaxx gehen jedoch davon aus, dass die Kürzungen bei Offshore-Windparks aufgrund des hohen Potenzials dieser Anlagen vergleichsweise gering ausfallen werden. In diesem Fall dürfte PNE Wind vor einer ertragreichen Zukunft stehen.

Änderungen im Musterdepot von Aktien-Strategie:

Die Verantwortlichen für das Musterportfolio möchten ihre 1.500 Anteile von Masterflex wohl mit Verlust ausbuchen und dafür 3.200 Aktien von Francotyp-Postalia zu höchstens 2,77 Euro einbuchen.

Änderung im Musterdepot des TradeCentre:

Die Verantwortlichen für das Realgeld-Musterportfolio möchten 700 Aktien der Hess AG zu höchstens 15,60 Euro kaufen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Barrick Gold: Plötzlich eine Cash-Maschine

Die Wachablösung erfolgt schleichend. Lange Jahre war Barrick Gold der weltgrößte Goldproduzent gewesen. Doch die Minenverkäufe der vergangenen Quartale fordern ihren Tribut. Im laufenden Jahr rechnet Barrick Gold noch mit einer Produktion von 4,5 bis 5,0 Millionen Unzen. Die bisherige Nummer 2, … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Barrick Gold: Der Chef lässt Federn!

Vorab: Wir müssen uns keine Sorgen machen, dass John Thornton, Executive Chairman bei dem weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold, demnächst hungern muss. Dennoch ist das, was der Konzern diese Woche verkündet hat zumindest ein Zeichen, ein richtiges Zeichen, an den Markt. Das Gehalt von zwei … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Barrick Gold: Upgrade

Goldminenaktien haben es nach wie vor schwer. Vor allem die großen Produzenten stehen unter Druck. Die Aktie des weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold beispielsweise fiel auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2016. Doch geht es nach den Experten von RBC Capital, dann gibt es Hoffnung. mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold, Barrick & Co: Die Crux an der Geschichte

Nüchtern betrachtet sollten Anleger mit der Entwicklung des Goldpreises eigentlich zufrieden sein. Seit seinem Tief bei 1.050 Dollar Ende 2015 konnte der Goldpreis mittlerweile mehr als 25 Prozent an Wert zulegen. Der Wertzuwachs im vergangenen Jahr war der größte in den vergangenen sieben Jahren … mehr