DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Am Freitag tanzen die Hexen - DAX bald wieder bei 10.000?

Nach dem Negativlauf am Donnerstag und dem Test der Marke von 9.800 Punkten startet der DAX heute verhalten in den Handelstag. Gemischte Vorgaben aus den USA und Asien bringen zwar nicht die erhoffte Unterstützung, doch ein steigender Ölpreis und ein fallender Euro helfen den Bullen. Am Tag der Hexen müssen sich die Anleger womöglich noch auf stärkere Schwankungen einstellen.

Wegen des anstehenden "Hexensabbats" könnte es am Freitag noch sehr turbulent an den deutschen Aktienmärkten zugehen. Zur Mittagszeit laufen an den Terminmärkten Kontrakte auf Aktien und Indizes aus, was die Kurse oft wild schwanken lässt.

"Die Kapitalmärkte sind immer noch dabei, die Entscheidung der Fed zu verarbeiten", kommentierte Dirk Gojny von der National-Bank das Geschehen zum Wochenschluss. Der Euro gab zuletzt wieder nach und fiel zurück unter 1,13 US-Dollar. Am Vortag hatte die starke europäische Gemeinschaftswährung auf dem deutschen Aktienmarkt gelastet, da sie den Export erschwert.

Ölpreis auf Erholungskurs

Auslöser der starken Umwälzungen an den Devisenmärkten war die US-Notenbank Fed, die zur Wochenmitte signalisiert hatte, dass sie bei künftigen Leitzinsanhebungen einen Schritt langsamer vorgehen will. In der Folge stand der Dollar auf breiter Front unter Druck und die Ölnotierungen stiegen stark. Vor dem Wochenende beruhigte sich die Lage aber wieder.

Impulse versprechen sich die Anleger im späteren Tagesverlauf aus den USA, wo der vorläufige Wert des Indikators der Uni Michigan veröffentlicht wird. National-Bank Experte Dirk Gojny verwies zudem auf die anstehenden Reden von zwei US-Notenbankern, die möglicherweise neue Erkenntnisse zur Geldpolitik liefern könnten.

Dunkle Wolken

Technisch betrachtet hat sich das Bild für den DAX mit dem starken Rücksetzer am Donnerstag eingetrübt. Durch die lange rote Kerze hat sich ein sogenanntes "bearish engulfinf pattern" ausgebildet, das grundsätzlich negativ zu werten ist. Sollten sich die Kurse nicht schnell erholen und wieder über 10.000 Zähler klettern, droht dem DAX die Ausbildung einer Top-Formation. Hoffnung macht, dass sich das Kursbarometer gestern sehr schnell wieder um 150 Zähler erholt und im Zuge dessen das Gap bei 9.833 Zählern geschlossen hatte.

dax

Ein starkes bullishes Signal wäre der Sprung über den Widerstandsbereich von 10.000 bis 10.060 Punkten (50%-Fibonacci-Retracement). Im Anschluss hätte der DAX Spielraum bis zur 200-Tage-Linie bei 10.440 Punkten.

Wer sich auf der Long-Seite engagieren und auf Nummer Sicher gehen möchte, wartet ein neues Kaufsignal ab. Mehr zum DAX sehen Sie im täglichen DAX-Check bei DER AKTIONÄR TV (www.deraktionaer.tv) oder lesen Sie an dieser Stelle.

(Mit Material von dpa-AFX)

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  • Emil Feindt -
    Die 200-Tage-Linie verläuft eher bei 10.440 Punkten, oder?

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