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- DER AKTIONÄR

Altlasten abgeschüttelt

Große Hoffnung liegt derzeit auf der Novellierung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) 2008. Vor allem Offshore-Windanlagen dürften dann stärker gefördert werden. Statt bisher neun Cent je Kilowattstunde dürften elf bis 15 Cent beschlossen werden. Nutznießer dieser Entwicklung dürfte der Windpark-Projektierer Plambeck sein.

Der Windpark-Projektierer Plambeck hat seine Restrukturierung abgeschlossen. Auch die Aktie hat das Tal der Tränen verlassen – und dürfte weiter zulegen.

Große Hoffnung liegt derzeit auf der Novellierung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) 2008. Vor allem Offshore-Windanlagen dürften dann stärker gefördert werden. Statt bisher neun Cent je Kilowattstunde dürften elf bis 15 Cent beschlossen werden. Damit könnten in Deutschland längst genehmigte Projekte durchgeführt und die Rolle des Technologieführers ähnlich wie bei den an Land stehenden Windrädern ausgebaut werden. Eine entscheidende Rolle dabei sollte dem Windpark-Projektierer Plambeck zukommen.

Vielversprechend

Mit „Borkum Riffgrund I“ und „Gode Wind I“ hat Plambeck bereits zwei genehmigte Projekte mit einer Kapazität von mehr als 1.000 Megawatt Leistung in der Pipeline. Weitere Parks sind in Planung. Vielversprechend sind auch die Aussichten bei Landanlagen: Nachdem sich Plambeck lange Zeit auf den deutschen Markt konzentriert hat, soll nun das Auslandsgeschäft angekurbelt werden. In den kommenden Jahren dürften sich hierbei Joint Ventures in Ungarn, Bulgarien und der Türkei positiv auswirken. Windparks mit mehr als 700 Megawatt sind bereits in verschieden Phasen der Entwicklung.

Trendwende

Jüngst gelang Plambeck der Schritt zum Turnaround: Altkredite wurden beglichen und eine eingeräumte Kreditlinie abgelöst. Das Betriebsergebnis (EBIT) soll 2007 nach verlustreichen Jahren wieder deutlich positiv ausfallen. Dazu leistete der Teilverkauf von „Gode Wind I“ für einen zweistelligen Millionenbetrag einen wesentlichen Beitrag. Dank des Deals dürften am Jahresende rund 0,27 Euro je Aktie hängen bleiben. Somit kann sich die Bilanz der Firma wieder sehen lassen, zumal rund 30 Millionen Euro Cash das Bild abrunden.

Fazit

Nachdem große Teile der Schulden beglichen, und die Restrukturierung abgeschlossen wurde, steht einem ertragreichen Wachstum bei Plambeck wenig entgegen. Dass die Aktie mit einem günstigen 2008er-KGV von 10 aufwartet und charttechnisch nach oben ausgebrochen ist, macht einen Kauf umso interessanter.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 50/2007.

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