Deutz
- Michael Schröder - Redakteur

Alter Schwede: Volvo macht bei Deutz Kasse – Rücksetzer als Chance?

Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Volvo hat sein Engagement beim deutschen Motorenbauer Deutz beendet. Die Schweden haben ihre rund 30 Millionen Deutz-Aktien zu 6,50 Euro – also rund zwölf Prozent unter dem gestrigen Schlusskurs – verkauft.

Volvo war mit gut 25 Prozent an den Kölnern beteiligt und damit der größte Aktionär. Der Hersteller von Lastwagen und Baumaschinen hatte bereits im Sommer 2012 seine Beteiligung von 6,7 Prozent auf knapp über 25 Prozent ausgebaut und dies mit der Bedeutung von Deutz als Motorenlieferant begründet. Verkäuferin des Pakets war damals die Deutsche Bank. Die Schweden machen mit dem Verkauf der Aktien rund 36,3 Millionen Euro Gewinn, der im dritten Quartal verbucht wird. Wohin die Stücke gegangen sind, ist (bisher) nicht bekannt. 

Für Deutz kommt der Schritt dagegen unerwartet. "Das hat sich für uns nicht abgezeichnet", heißt es aus der Firmenzentrale. Die Kölner setzen nun darauf, wichtiger Lieferant von Volvo zu bleiben. Die Schweden stehen immerhin für 17 Prozent des Umsatzes von Deutz.

Die Deutz-Aktie zählt im laufenden Jahr zu den Top-Perfornern im SDAX. Seit Jahresbeginn stand ein Plus von knapp 50 Prozent zu Buche ­ bis gestern Abend. Den deutlichen Abschlag von rund zwölf Prozent zum gestrigen Xetra-Schlusskurs von 7,39 Euro müssen Investoren erst einmal verdauen. Trading orientierten Anlegern bietet sich dagegen die Chance, ausgehend vom Platzierungspreis von einer Gegenbewegung zu profitieren. Das Gros der Analysten sah die Aktie zuletzt im Bereich von 8,00 Euro fair bewertet, auch wenn es hier möglicherweise die eine oder andere Anpassung geben dürfte.

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