Hillgrove Resources Ltd.
- DER AKTIONÄR

Alt und begehrt

Kupfer ist das älteste bekannte Metall und wurde bereits vor über 10.000 Jahren in der Steinzeit verwendet. Kupfer ist heutzutage in vielen Anwendungen zu Hause. Dies verdankt der Werkstoff vor allem seinen außergewöhnlichen Materialeigenschaften. Denn Kupfer hat eine hervorragende Wärme- und elektrische Leitfähigkeit und ist sehr beständig.

Der Kupferpreis dürfte in den kommenden Jahren trotz steigender Nachfrage fallen. Anleger setzen dennoch auf ausgesuchte Minenunternehmen aus der Kupferbranche.

Kupfer ist das älteste bekannte Metall und wurde bereits vor über 10.000 Jahren in der Steinzeit verwendet. Kupfer ist heutzutage in vielen Anwendungen zu Hause. Dies verdankt der Werkstoff vor allem seinen außergewöhnlichen Materialeigenschaften. Denn Kupfer hat eine hervorragende Wärme- und elektrische Leitfähigkeit und ist sehr beständig. Kupfer ist ein relativ weiches und dehnbares, aber auch widerstandsfähiges Metall, das sich gut verarbeiten und formen lässt. Rund 40 Prozent aller Kupferanwendungen finden sich im Bausektor, sowohl in der Elektro- als auch in der Sanitärinstallation. Ein weiterer bedeutender Einsatzbereich ist die Elektrotechnik. Dazu kommen zahllose Kupferlegierungen, von denen insbesondere Messing und Bronze im architektonischen Bereich immer stärker eingesetzt werden. Aber auch in neuen Technologien ist Kupfer unersetzbar. Ob im neuen Siliziumcomputerchip oder in modernen Schienenfahrzeugen – Kupfer findet man überall dort, wo ein zuverlässiger Hightech-Werkstoff gefordert ist.

Preisrückgang erwartet

Obwohl Kupfer damit zu den Metallen gehört, die auf „breiter Front“ von der Industrie nachgefragt werden, dürfte sich der Preis in den kommenden Jahren tendenziell eher nach unten entwickeln. Macquarie Research geht im laufenden Jahr von einem durchschnittlichen Kupferpreis von 5.732 Dollar je Tonne aus. Im zurückliegenden Jahr belief sich dieser noch auf rund 6.730 Dollar je Tonne. 2011, so die Prognosen der Analysten, dürfte der Kupferpreis bei etwa 2.650 Dollar je Tonne angekommen sein. Grund für diese fallende Entwicklung ist das Nachfrage-Angebots-Verhältnis. Zwar zieht die Nachfrage nach Kupfer von derzeit rund 18,2 Millionen Tonnen auf 21,7 Millionen Tonnen 2011 an, doch das Angebot kann ebenfalls von 18,4 Millionen Tonnen auf fast 22 Millionen Tonnen gesteigert werden. Unterm Strich bleibt in jedem Jahr ein kleiner Angebotsüberhang übrig. 2011 etwa 206.000 Tonnen. Muss man als Anleger nun alle Kupferaktien verkaufen? Nein, aber man sollte darauf achten, nur solche Unternehmen im Depot zu halten, die mit einem auf Dauer schwächeren Kupferpreis gut umgehen können.

Mit einem Kursplus von 286 Prozent seit der Erstempfehlung im AKTIONÄR haben die Aktien von Oxiana bisher rundum überzeugt. Das Unternehmen betreibt im asiatischen Laos das Sepon-Projekt und in Australien die Minen Golden Grove und Prominent Hill. Zudem verfolgt die Gesellschaft mehrere Explorationsprogramme in Australien, Indonesien und China. Sepon und Golden Grove sind bereits in Produktion. In beiden Minen zusammen werden derzeit in jedem Quartal rund 60.000 Unzen Gold, 600.000 Unzen Silber, 20.000 Tonnen Kupfer und 21.000 Tonnen Zink produziert. Laufende Bohrungen legen zudem den Schluss nahe, dass Oxiana mit Sepon eine Mine in der Hand hält, die über international bedeutende Kupfervorräte verfügt. Für das Geschäftsjahr 2008 rechnen die Analysten von Austock Research mit einem Gewinn je Aktie von 30 Australischen Cent. Demnach weist das Oxiana-Papier ein KGV von 10 auf, was als sehr günstig angesehen werden kann.

Neu im Rennen: Hillgrove und Malachite

Neu auf die Empfehlungsliste der Kupferaktien kommen die Unternehmen Hillgrove Resources und Malachite Resources. Hillgrove verfolgt im Südosten Australiens das Projekt Kanmantoo. Dieses verfügt einer Machbarkeitsstudie zufolge über 262.600 Tonnen Kupfer und 177.200 Unzen Gold. Für die Gewinnberechnungen wurde ein durchschnittlicher Kupferpreis von 3.970 Dollar je Tonne unterstellt. Das Projekt soll ab 2009 in Produktion gehen. Hillgrove hält zudem 30 Prozent an Eastern Star Gas. Die Gesellschaft besitzt ein Gasprojekt. Experten stufen Eastern Star als Übernahmekandidaten ein. Malachite Resources betreibt mehrere Minenprojekte im Osten Australiens. Neben Tooloom Gold und Conrad Silver ist es vor allem das Kupferprojekt Mt. Isa Copper, das großes Entwicklungspotenzial verspricht. Derzeit laufen Bohrungen zur Ressourcenbestimmung. Auffallend ist bei Malachite die Aktionärsstruktur. Mit Straits Resources und Macmin Silver haben zwei erfolgreiche Minenunternehmen Anteile an der Gesellschaft erworben.

Lohnende Engagements

Schwächere Metallpreise sind nicht unbedingt ein Verkaufssignal für Rohstoffunternehmen. Wenn sie profitabel arbeiten und über gute Lagerstätten verfügen, kann sich ein Aktienengagement dennoch lohnen. Neben den Altempfehlungen Norddeutsche Affinerie, Oxiana, Polymet und Tiger bieten sich derzeit spekulative Käufe bei Hillgrove und Malachite an.

Kursziel bei Lohnende Engagements Schwächere Metallpreise sind nicht unbedingt ein Verkaufssignal für Rohstoffunternehmen. Wenn sie profitabel arbeiten und über gute Lagerstätten verfügen, kann sich ein Aktienengagement dennoch lohnen. Neben den Altempfehlungen Norddeutsche Affinerie, Oxiana, Polymet und Tiger bieten sich derzeit spekulative Käufe bei Hillgrove und Malachite an.

Kursziel bei Hillgrove: 0,35 Euro. Stopp: 0,12 Euro.

Kursziel bei Malachite: 0,26 Euro. Stopp: 0,10 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 17/2007.

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