- DER AKTIONÄR

Als die Bilder laufen lernten

Mit den aktuellen Zahlen hat EM.TV gezeigt, dass die Bilder auch für den Münchener Medienkonzern gut laufen und weiter gut laufen werden, denn die Prognosen für das Gesamtjahr wurden bestätigt.

Mit den aktuellen Zahlen hat EM.TV gezeigt, dass die Bilder auch für den Münchener Medienkonzern gut laufen und weiter gut laufen werden, denn die Prognosen für das Gesamtjahr wurden bestätigt.

Von Werner Sperber

Oft hat es das in der jüngeren Vergangenheit nicht gegeben, dass sich die Aktionäre von den Zahlen der EM.TV AG (WKN 914 720) aus Unterföhring bei München gut unterhalten fühlten. Heute zeigten sich auch die Aktionäre sportlich und trieben die Anteilscheine von 4,65 Euro in der Spitze um gut die Prozent auf mehr als 4,80 Euro nach oben. Unterhaltung und Sport, das sind auch die beiden Stützen des EM.TV-Geschäftes und beide Sparten haben zu den besser als erwarteten Erstquartalszahlen für 2005 geführt. Zudem hat Vorstandsvorsitzender Werner E. Klatten die Jahresprognosen bestätigt. Bei der Analystenkonferenz, die heute ab 16 Uhr auf der Homepage http://www.em.tv/dasat/ live übertragen wird, hoffen die Aktionäre auch auf weitere Aussagen, wie das Geschäft mit den Sportwetten aufgebaut werden soll. Zudem sollte es dann darum gehen, welche Sportrechte erworben werden sollen. Denn mit der Sparte Sport steht und fällt das Geschäft des SDax-Konzerns.

Starker Zuwachs

Für das erste Quartal 2005 meldete EM.TV einen Umsatzanstieg im Jahresvergleich von 7,1 Prozent auf 51 Millionen Euro. Das EBITDA legte um 178,6 Prozent auf 7,8 Millionen Euro zu. Das Vorsteuerergebnis verbesserte sich, bereinigt um einen Sonderertrag im Vorjahr von 94,4 Millionen Euro aus der Restrukturierung einer Wandelanleihe, von Null auf 3,3 Millionen Euro und das, ebenso bereinigte Ergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter von minus 900 000 auf plus 2,3 Millionen Euro. Werner Klatten sagt, er sei mit dem Verlauf des ersten Quartals zufrieden, wobei er besonders die gute Entwicklung in den Kerngeschäftsfeldern Sport und Unterhaltung, mit den Kinder- und Jugendprogrammen, hervorhebt. Für das Gesamtjahr erwartet er einen Umsatzanstieg zumindest im einstelligen Prozentbereich und ein positives Vorsteuerergebnis.

Der Markt ist noch nicht über den Berg

Klatten sagte weiter, dass der TV-Werbemarkt "nach wie vor keine durchgreifende Belebung zeigt". Dass allerdings beide Geschäftsbereiche, Sport und Unterhaltung, schwarze Zahlen geschrieben haben, sei ein "Erfolg der Neuausrichtung und operativen Fokussierung" des Konzerns. Auf der Basis des soliden finanziellen Fundaments werde EM.TV weiterhin in beiden Segmenten Marktchanchen suchen und nutzen, um internes und externes Wachstum zu generieren.

Zahlen nach Segmenten

Im Geschäftsbereich Sport blieben die Umsätze im ersten Quartal mit 44,2 Millionen Euro nach 44,1 Millionen im Vorjahreszeitraum nahezu unverändert. Das EBIT legte allerdings um 25 Prozent auf 5,5 Millionen Euro zu. Beim Sportkanal DSF, dessen Anteil EM.TV im ersten Quartal vollständig übernommen hat, habe sich das schwierige Umfeld für TV-Werbung "dämpfend" auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt. Bessere Umsätze bei T-Commerce und Kosteneinsparungen hätten das aber mehr als ausgeglichen. Die Ferseh-Produktionsgesellschaft Plazamedia setzte weniger um als im Vorjahr, da keine technischen Dienstleistungen für die Übertragung der Fußball-Bundesliga mehr erbracht werden. Die bereits absehbare Erholung auf dem Produktionsmarkt setze sich aber fort. Der Umsatz des Internetportals Sport 1 lag im ersten Quartal ebenfalls unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres aber über den Erwartungen. Wegen Kosteneinsparungen habe es einen positiven Ergebnisbeitrag erwirtschaftet. Die Erlöse aus der Vermarktung der Merchandisingrechte für die Fußballweltmeisterschaft 2006 hätten über den Erwartungen gelegen.

 

Im Geschäftsbereich Unterhaltung stiegen die Umsätze im Jahresvergleich um 100 Prozent auf 6,8 Millionen Euro. Darin spiegele sich eine verstärkte Leistung des Vertriebs wieder und die langsam steigende Investitionsbereitschaft internationaler Fernsehsender. Das operative Ergebnis verbesserte sich von minus 2,2 Millionen auf plus 700 000 Euro. Allerdings war das Ergebnis des Vorjahreszeitraums noch von den Kosten der Konzernholding belastet. Diese Kosten werden nun gesondert ausgewiesen.

 

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