Allianz
- Andreas Deutsch - Redakteur

Allianz: Warten auf das Kaufsignal

Mit sinkendem Brexit-Risiko kehrt der Mut und die Kauflaune der Anleger zurück. Zu den Gewinnern zählt die Aktie der Allianz AG. Jetzt gilt es, die GD200 zurückzuerobern.


Das charttechnische Bild bei der Allianz hat sich zwar verbessert. Grund für Euphorie gibt es allerdings noch nicht. Der im November begonnene Abwärtstrend ist intakt, GD90 und GD200 hat die Aktie noch nicht wieder zurückerobert. Allerdings ist die 90-Tage-Linie, die derzeit bei 141,79 Euro verläuft, nicht mehr weit entfernt. Auch die GD200 (aktuell: 147,10 Euro) liegt in Reichweite.

Einen Schub erhält die Aktie am Dienstag durch eine positive Studie. Bryan Garnier & Cie empfiehlt die Allianz zum Kauf mit Kursziel 180 Euro. Ebenfalls positiv wird die Strategie des Allianz-Konkurrenten AXA aufgenommen, mehr in digitale Angebote zu investieren und hohe Summen in den Kauf anderer Unternehmen stecken: Pro Jahr will der Konzern rund eine Milliarde Euro für Übernahmen ausgeben. Damit geht die Konsolidierung in der Branche weiter, was gut für die Platzhirsche ist.

Stopp bei 115 Euro setzen

Aus charttechnischer Sicht ist das Kaufsignal noch ausgeblieben. Aus fundamentaler Sicht sieht es bei der Allianz gut aus: Vorstandschef Oliver Bäte treibt den Konzernumbau voran und setzt dabei ebenfalls auf mehr Digitalisierung. Zudem wird die Allianz in Sachen Investments immer unabhängiger von den Rentenmärkten, an denen es kaum noch etwas zu holen gibt. Bäte setzt unter anderem auf Solar- und Windparks sowie Raststätten. Investierte Anleger bleiben dabei und beachten den Stopp bei 115 Euro.

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