Allianz
- Thorsten Küfner - Redakteur

Allianz und Munich Re: Raststätten statt Anleihen

Die anhaltend niedrigen Zinsen sind für die deutschen Versicherungsriesen Allianz und Munich Re natürlich ein ernstzunehmendes Problem. Beide DAX-Konzerne sind daher stetig auf der Suche nach Alternativen Anlagemöglichkeiten. Nun sind die beiden Finanzriesen offenbar fündig geworden.

Informierten Kreisen soll ein Konsortium von Allianz, Munich Re und Investoren aus Kanada und Abu Dhabi die deutsche Autobahn-Raststättenkette Tank & Rast. Demnach geben die Deutsche Bank und der britische Finanzinvestor Terra Firma Tank & Rast für rund 3,5 Milliarden Euro ab. Auch der chinesische Staatsfonds CIC war nach eigenen Angaben am Kauf des deutschen Autobahndienstleisters interessiert gewesen. Tank & Rast betreibt rund 350 Tankstellen und 390 Raststätten.

Terra Firma hatte Tank & Rast im Jahr 2004 für gut eine Milliarde Euro von einem Dreier-Konsortium von Allianz, Lufthansa und Apax übernommen und später die Deutsche Bank mit an Bord geholt. Jetzt wollten die beiden Eigentümer Tank & Rast verkaufen oder an die Börse bringen. Versicherungen und Finanzanleger investieren wegen der niedrigen Zinsen inzwischen vermehrt in Infrastrukturprojekte, die unabhängig von der Börsenentwicklung langfristig stabile Renditen versprechen.

DAX-Titel bleiben attraktiv
DER AKTIONÄR hält an seiner Kaufempfehlung für die Papiere von Allianz und Munich Re fest. Beide Qualitätsunternehmen sind derzeit sehr günstig bewertet und bieten mit mehr als vier Prozent satte Dividendenrendite. Der Stoppkurs sollte bei der Allianz bei 130,00 Euro, bei der Munich Re bei 149 Euro platziert werden.
(Mit Material von dpa-AFX)


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