Allianz
- Thorsten Küfner - Redakteur

Allianz und Munich Re: Eine Belastung namens Mario Draghi

Während die Börsianer über die anhaltend niedrigen Zinsen in der Eurozone und das anstehende QE-Programm von EZB-Chef Mario Draghi natürlich jubeln, bereitet dieses Marktumfeld einigen DAX-Konzernen große Probleme. So machen die anhaltend niedrigen Zinsen natürlich den Versicherern Allianz und Munich Re zu schaffen. Schließlich bieten beide Finanzriesen auch zahlreiche Lebensversicherungen an (bei der Munich Re bietet die Erstversicherungstochter Ergo Lebensversicherungen an). Und diese haben es schwer, bei derart niedrigen Renditen neue Kunden zu gewinnen und natürlich auch die versprochenen Renditen bei Altverträgen kontinuierlich zu erwirtschaften.

Auch die Experten von Bernstein haben sich mit dieser Problematik auseinandergesetzt. Ihrer Meinung nach dürften unter den europäischen Versicherungsriesen Allianz, Munich Re und die italienische Generali am stärksten unter QE (Quantitative Easing/ Quantitative Lockerung) zu leiden haben. Weniger betroffen seien nach Ansicht der Experten die britischen Versicherer. Die beiden DAX-Konzerne werden daher weiterhin nur mit Market Perform eingestuft. Das Kursziel sieht Analyst Thomas Seidl bei der Allianz bei 135,00 Euro, bei Munich Re bei 152,00 Euro.

Probleme ausreichend eingepreist

Die Probleme der beiden Versicherer mit den anhaltend niedrigen Zinsen sind bekannt – und dürften in den aktuellen Kursen bereits mehr als eingepreist sein. Die beiden Aktien zählen mit KGVs von 9 und Dividendenrenditen von rund fünf Prozent (und diese gibt es fast schon garantiert) zu den günstigsten DAX-Werten. DER AKTIONÄR rät weiterhin zum Kauf. Die Stoppkurse sollten bei 99,00 Euro (Allianz) und 135 Euro (Munich Re) belassen werden.

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