Allianz
- Andreas Deutsch - Redakteur

Allianz: Pimco-Debakel geht weiter

Der Versicherungskonzern Allianz muss bei seiner US-Fondstochter Pimco eine prestigeträchtige Schlappe einstecken. Die Aktie legt am Donnerstag in einem positiven Marktumfeld trotzdem zu.

Erstmals seit mehr als acht Jahren ist das verwaltete Anlagevolumen des Total Return Fonds unter 100 Milliarden Dollar gefallen. Im August hätten Investoren 1,8 Milliarden abgezogen, gab Pimco am Mittwoch bekannt. Nach 28 Rückgängen in Folge liegt das Anlagevolumen des Top-Fonds damit nur noch bei 98,5 Milliarden Dollar. Am Hochpunkt im April 2013 hatte es noch 293 Milliarden Dollar betragen.

Der Fonds war bis Ende September 2014 vom als „Anleihekönig“ bekannten Bill Gross verwaltet worden, der jedoch nach einem internen Richtungsstreit zum Wettbewerber Janus Capital gewechselt war. Seitdem hatte die Kapitalflucht, die bereits im Mai 2013 eingesetzt hatte, kräftig Fahrt aufgenommen. Zudem hatte der Pimco "Total Return Fund" kürzlich den Titel weltgrößter Anleihefonds an den Vanguard "Total Bond Market Index" abgeben müssen.

Die Allianz hat bei Pimco eine neue Führungsmannschaft installiert und will sich künftig weniger von Einzelpersonen wie Gross abhängig machen. Gross hatte den Vermögensverwalter bis zu seinem Abgang dominiert, ohne formal den Chefposten innezuhaben.

Aktie vor dem Ausbruch

Trotz der schlechten Entwicklung bei Pimco legt die Allianz-Aktie am Donnerstag zu, was ohne Frage am positiven Marktumfeld liegt. Die charttechnische Situation hat sich bei der Allianz-Aktie merklich verbessert und könnte schon bald richtig aussehen, wenn der kurzfristige Abwärtstrend geknackt wird.

(Mit Material von dpa-AFX)


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