Allianz
- Thorsten Küfner - Redakteur

Allianz Deutschland kappt Gewinnprognose

Die Allianz-Tochter Allianz Deutschland wird im laufenden Jahr weniger verdienen als bislang erwartet. Die Aktie geriet daraufhin unter Abgabedruck. Es gibt allerdings auch positive Nachrichten aus München.

Nachdem die Allianz bereits ihre Zahlen für das zweite Quartal 2011 vorgelegt hat (siehe unter: Allianz mit Gewinnrückgang) berichten nun die einzelnen Sparten. Besondere Aufmerksamkeit erhält dabei traditionell die wichtigste Allianz-Tochter: die Allianz Deutschland. Sie geht für das laufende Jahr nur noch davon aus, im laufenden Jahr lediglich einen stagnierenden operativen Gewinn zu erzielen. Zuvor hatte der Konzern noch damit gerechnet, das Betriebsergebnis 2011 zu steigern. Für das erste Halbjahr verringerte sich der operative Gewinn der Allianz Deutschland vor allem wegen der Unwetter im Juni um zehn Prozent auf 822 Millionen Euro. Der Umsatz sank um 2,4 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro. Trotz der Wertberichtigungen auf ihre Griechenland-Anleihen wollen die Münchner die Überschussbeteiligung stabil halten.

Stark im Ausland

Rund läuft es für die Allianz hingegen in Ost- und Zentraleuropa. Hier konnte der Umsatz leicht auf 2,1 Milliarden Euro gesteigert werden. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 54 Prozent auf 144 Millionen Euro, der Nettogewinn wurde von 60 auf 120 Millionen Euro glatt verdoppelt. "Die insgesamt positive Entwicklung der Allianz in Mittel- und Osteuropa zeigt, dass wir auf Kurs sind und ein robustes Geschäftsmodell haben; dies verdeutlichen nicht nur die Gesamteinnahmen sondern auch der starke Anstieg des operativen Ergebnisses und des Nettoergebnisses. Hinzu kommt ein solides und ausgeglichenes Portfolio, bei dem die Märkte mit einer besseren Entwicklung diejenigen mit einer schwächeren Entwicklung ausgleichen", erklärte Manuel Bauer, der im Allianz-Vorstand für Wachstumsmärkte zuständig ist.

Aktie bleibt unter Druck

Nachdem die Allianz-Aktie im Zuge der Sorgen um die Société Générale gestern bereits stark unter Beschuss geriet (siehe unter: Allianz, Commerzbank, Deutsche Bank & Co: Société Générale sorgt für Einbruch), lässt auch im heutigen Handel der Abgabedruck kaum nach. Der Kurs hat zudem noch keinen Boden ausgebildet, Anleger sollten daher zunächst weiterhin außen vor bleiben.

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