DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Allianz-Ausblick auf 2013: Aktien bleiben gefragt

Trotz Schuldenkrise in Europa und stotternder Weltkonjunktur haben die meisten Aktienmärkte ein sehr erfolgreiches Börsenjahr hinter sich. Die Experten der Allianz glauben an eine Fortsetzung der positiven Entwicklung.

Der DAX ist ohne Zweifel die Überraschung des Börsenjahres 2012. Trotz der Turbulenzen - Schuldenkrise, langsameres Weltwirtschaftswachstum - legte der deutsche Leitindex um knapp 30 Prozent zu. Doch selbst mit den deutschen Staatsanleihen konnten Anleger eine Rendite erzielen, die mit rund sieben Prozent deutlich über Festgeldniveau lag. Geht es nach den Experten der Allianz, führt auch 2013 an Aktien kein Weg vorbei.

Konjunktur erholt sich

In ihrem Konjunktur- und Finanzmarktausblick für 2013 erwarten die Analysten ein Weltwirtschaftswachstum von 2,7 Prozent nach 2,3 Prozent in diesem Jahr. Während vor allem die Konjunktur in Brasilien und China wieder an Fahrt gewinnen dürften, sei im Euroraum mit einem minimalen Plus von 0,2 Prozent zu rechnen.

Mit einem Abebben der Schuldenkrise dürfte die Flucht in deutsche und amerikanische Staatsanleihen nachlassen. Die Renditen zehnjähriger Bonds dürften lediglich um 2 bis 2,5 Prozent steigen, was wiederum zu einem leicht negativen Anlageertrag führen sollte, heißt es.

DAX bei 8.000

Da es den Anlegern auch 2013 an risikoarmen Anlagen mit einer nennenswerten Verzinsung mangeln werde, bleibe die Aktie attraktiv. Um einen Anlageertrag erzielen zu können, der über der Inflationsrate liegt, müsse man zwangsläufig auf Aktien setzen. Nach dem starken Anstieg zum Jahresende 2012 hin, sei aber 2013 nur mit einer moderaten Entwicklung zu rechnen.

Für den DAX erwarten die Allianz-Experten bis zur Jahresmitte einen Anstieg auf 7.800 Punkte. Ende 2013 wird das deutsche Kursbarometer bei 8.000 Zählern erwartet. Der Euro Stoxx wird in einem Jahr bei 3.000, der Dow Jones bei 14.000 und der S&P 500 bei 1.550 Punkten gesehen.

Schockanfällig

In den Emerging Markets könnten die Renditen zweistellig ausfallen. Allerdings bleiben die Aktienmärkte schockanfällig. Besondere Aufmerksamkeit verdienten die Fiskalklippe in den USA sowie die geopolitischen Spannungen im Nahen und Mittleren Osten sowie zwischen Japan und China.

Bei den Rohstoffen rechnen die Analysten ebenfalls mit moderaten Preissteigerungen. Einerseits spreche die hohe Liquidität sowie die erwartete Konjunkturerholung für Kurszuwächse. Andererseits müsse angesichts der aktuellen Konjunkturlage das Preisniveau als recht hoch eingestuft werden.

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