Allianz
- Thorsten Küfner - Redakteur

Allianz „dank“ S&P im Minus

Die Aktie der Allianz ist nach einem guten Start in den heutigen Handel doch noch ins Minus gerutscht. Der Grund für den Kursrückgang beim größten Versicherungskonzern Europas heißt S&P. Sollten Anleger nun reagieren?

Die Allianz konnte im frühen Handel noch Kursgewinne verbuchen. Wenig später ging es mit der Notierung wieder deutlich bergab. Der Grund hierfür ist eine Herabstufung von S&P - allerdings wurde nicht das Rating des Versicherungsriesen nach unten revidiert. Die Analysten von S&P Equity Research haben den DAX-Wert jedoch von „Strong Buy" auf „Hold" herabgestuft. Analyst Tony Silverman erklärte, die Aktie habe im bisherigen Jahresverlauf moderat besser abgeschnitten als der Markt. Zwar rechnet er für einige Sparten im operativen Bereich mit Ergebnisverbesserungen, wegen ihres Engagements in Entwicklungsländern jedoch gehört die Allianz seiner Ansicht nach jedoch nicht zu den Anführern des Sektors. Das Kursziel wurde mit 107 Euro bestätigt.

Kein Grund zur Beunruhigung

Anleger sollten sich durch die Herabstufung nicht beunruhigen lassen. Die Allianz bleibt für langfristig orientierte Anleger aufgrund der günstigen Bewertung mit einem 2012er-KGV von 7 und der hohen Dividendenrendite von mehr als fünf Prozent weiterhin interessant. Allerdings sollten auch bei diesem Finanztitel nur risikobereite Anleger einsteigen, da der Münchner Versicherungsriese stark im schwächelnden italienischen Markt engagiert ist und sich der DAX-Konzern im aktuell schwierigen Marktumfeld schwer tun wird, ordentliche Renditen zu erzielen. Der Stopp sollte bei 57,80 Euro belassen werden, das Kursziel lautet 90,00 Euro.

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