- DER AKTIONÄR

Alles ist offen

Alle dürfen mitprogrammieren und jeder darf das fertige Software-Produkt gratis nutzen. Mit der weltweiten Vernetzung über das Internet hat der Siegeszug von Open-Source-Projekten eingesetzt. Bekanntestes Kind dieser Revolution ist sicherlich Linux - ein Betriebssystem, welches mittlerweile den Servermarkt dominiert. Mit der Max21 AG drängt nun eine Open-Source-Firma an den Entry Standard.

Mit der Max21 Management und Beteiligungen AG kommt Deutschlands erster Open-Source-Wert an die Börse.

Alle dürfen mitprogrammieren und jeder darf das fertige Software-Produkt gratis nutzen. Mit der weltweiten Vernetzung über das Internet hat der Siegeszug von Open-Source-Projekten eingesetzt. Bekanntestes Kind dieser Revolution ist sicherlich Linux – ein Betriebssystem, welches mittlerweile den Servermarkt dominiert.

Mit der Max21 AG drängt nun eine Open-Source-Firma an den Entry Standard. Die Beteiligungsgesellschaft beteiligt sich vorzugsweise an Softwarefirmen, welche frei verfügbare Software- und Programmkomponenten für ihre Produktentwicklung nutzen. Diese Firmen haben einen Zeit und Kostenvorteil, da auf freie Quellcodes zurückgegriffen und nur die verbindenden und speziellen Software-Elemente hinzugefügt werden müssen. Dann hört die „Freiheit“ natürlich auf: Die aus den Modulen programmierten Anwendungen werden an interessierte Kunden verkauft.

Pawisda IPO 2007

Die aussichtsreichste der derzeit sechs Max21-Beteiligungen ist Pawisda Systems. Die Firma hat eine Versand-Schnittstelle entwickelt. Direkt vom Arbeitsplatz des Anwenders aus kann Post in elektronischer Form gesammelt, gedruckt und versendet werden. Die Max21-Tochter ist schon jetzt Kooperationspartner der Deutsche Post AG und verspricht sich im Zuge der vollständigen Öffnung des Postmarktes Anfang 2008 hohes Wachstumspotenzial. „Wir haben bereits jetzt Kaufangebote für die Firma vorliegen“, so Max21-Chef Oliver Michel im Gespräch mit dem AKTIONÄR.

Auch die Analysten von Independent Research zeigen sich sehr optimistisch: Während Pawsta 2006 nur rund eine Million Euro erlösen dürfte, sollen 2008 bereits 50 Millionen Euro und ein EBIT in Höhe von 3,8 Millionen Euro erzielt werden. Auch die 49 Prozent Beteiligung an LSE steht nach Meinung der Analysten vor einem gewaltigen Sprung. Während dieses Jahr nur 0,9 Millionen Euro Umsatz anfallen dürften, will der Sicherheits-Software-Spezialist 2008 bereits elf Millionen Euro umsetzen.

Riskante Wette

Unterm Strich ist die Aktie der Max21 AG bei XX Euro und einer Marktkapitalisierung von XX Millionen Euro sicherlich nicht zu teuer – wenn die Planungen der Beteiligungen verwirklicht werden. Da die Prognosen angesichts der frühen Stadien der Beteiligungen jedoch mit Unsicherheiten behaftet sind, ist ein Einstieg in die Max21 AG zum jetzigen Zeitpunkt nur etwas für hochspekulative Anleger. Open-Source: Alles ist offen. ISIN: DE000A0D88T9.

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