HANG LUNG P. HD 1
- DER AKTIONÄR

Alles China oder was?

Ein Land, zwei Systeme“ – am 1. Juli hat sich diese Maxime zwischen Festlandchina und Hongkong zum zehnten Mal gejährt. An diesem Tag vor zehn Jahren hat Großbritannien seine Kronkolonie Hongkong an China zurückgegeben. Seither sind das kapitalistische Hongkong und das kommunistische chinesische Festland zwar wieder ein Land. Doch Hongkong kann nach der vereinbarten Maxime für 50 Jahre sein System beibehalten.

Die Sorge wächst weiterhin, dass die Börsen des chinesischen Festlands bald einbrechen könnten. Der Hongkonger Aktienmarkt präsentiert sich dagegen sehr solide.

Ein Land, zwei Systeme“ – am 1. Juli hat sich diese Maxime zwischen Festlandchina und Hongkong zum zehnten Mal gejährt. An diesem Tag vor zehn Jahren hat Großbritannien seine Kronkolonie Hongkong an China zurückgegeben. Seither sind das kapitalistische Hongkong und das kommunistische chinesische Festland zwar wieder ein Land. Doch Hongkong kann nach der vereinbarten Maxime für 50 Jahre sein System beibehalten. Dieser Weg hat sich bewährt – und nebenbei eine Aufteilung von Chinas Aktienmärkten mit sich gebracht, auf die Anleger achten sollten.

Hunger treibt Kurse

So mehreren sich seit Wochen die Stimmen, dass Chinas Aktienmärkte bald saftig korrigieren könnten, spätestens seit der frühere US-Notenbankchef Alan Greenspan auf die kräftigen Kursanstiege innerhalb kurzer Zeit hingewiesen hat. Anleger sollten allerdings genau auf die verschiedenen Börsenplätze schauen. Denn die Entwicklung auf dem chinesischen Festland unterscheidet sich deutlich von der in Hongkong. In erster Linie sind es die Festlandbörsen Shanghai und Shenzhen, die eine riesige Aktiennachfrage verzeichnen. Dabei folgt ein Gutteil der Kurszuwächse an diesen Märkten aus dem großen Aktienappetit chinesischer Privatanleger. Die Börse in Hongkong verbucht zwar ebenfalls eine anziehende Nachfrage – doch nicht in dem Ausmaß wie auf dem Festland mit seinen schwindelerregenden Kursgewinnen. So ist Hongkongs Hang Seng Index mit einem aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17 deutlich günstiger bewertet als etwa der Shanghai B-Share mit einem KGV von 78.

Auf Shoppingtour in Hongkong

Wer in das Boomland China einsteigen möchte, sollte daher aktuell mit einem Hongkonger Unternehmen eine gute Wahl treffen. Ein aussichtsreicher Kandidat ist etwa Hang Lung Properties, der nach Marktkapitalisierung drittgrößte Immobilienkonzern Hongkongs. Das Unternehmen setzt zunehmend auf die Nachfrage in Festlandchina und baut sein Geschäft in diese Richtung zügig aus. Der Anbieter profitiert dort von der steigenden Nachfrage und den damit anziehenden Grundstücks- und Immobilienpreisen. Analysten erwarten für 2008 mehr als eine Verdopplung des Umsatzes gegenüber ihren 2007er Schätzungen auf umgerechnet rund eine Milliarde Euro. Beim Nettogewinn stellen die Fachleute ebenfalls mehr als eine Verdopplung auf 607 Millionen Euro in Aussicht.

China-Einstieg über Hongkong

Auch heute noch können Anleger in den Boommarkt China einsteigen, wobei der Aktienmarkt in Hongkong unter den Börsenplätzen des Riesenreichs derzeit der solideste ist. Aussichtsreich ist zum Beispiel der Immobilienkonzern Hang Lung Properties, der von der hohen Nachfrage in Festlandchina profitiert. Ein breiteres Investment in Hongkong-Werte bietet das währungsgesicherte Open-end Indexzertifikat auf den Hang Seng Index mit der WKN GS3 4WN.

Kursziel für Hang Lung: 3,80 Euro. Stopp: 2,00 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 28/2007.

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