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Alles andere als Müll

Weltweit wird immer mehr Müll produziert. Allein in Deutschland wirft jeder Bundesbürger jährlich durchschnittlich 250 Kilogramm Restabfall in den heimischen Treteimer. Das sind 0,7 Kilogramm täglich. Das gesamte bundesdeutsche Müllaufkommen einschließlich Industrieabfällen und Bauschutt liegt bei rund 400 Millionen Tonnen im Jahr. Gegenüber den 50er-Jahren bedeutet das eine Verdopplung der Abfallmenge.

Die US-Gesellschaft Startech hat eine neue Technik zur Verarbeitung von Müll entwickelt. Damit könnte das traditionelle Verfahren des Verbrennens ausgedient haben.

Weltweit wird immer mehr Müll produziert. Allein in Deutschland wirft jeder Bundesbürger jährlich durchschnittlich 250 Kilogramm Restabfall in den heimischen Treteimer. Das sind 0,7 Kilogramm täglich. Das gesamte bundesdeutsche Müllaufkommen einschließlich Industrieabfällen und Bauschutt liegt bei rund 400 Millionen Tonnen im Jahr. Gegenüber den 50er-Jahren bedeutet das eine Verdopplung der Abfallmenge.

Verbrennen hat Tradition...

Ein Teil dieses Müllaufkommens wird verbrannt. In Deutschland etwa gibt es 61 Anlagen, in denen der Abfall dem Feuer übergeben wird. Ein Verfahren mit Tradition: Die erste Müllverbrennungsanlage wurde 1896 in Hamburg in Betrieb genommen. Ein Verfahren, das allerdings auch nicht frei von Problemen ist. Bei der Verbrennung entstehen nämlich neben Kohlendioxid und Wasser unter anderem auch Schwefeloxide, Stickoxide und verschiedene schwermetallhaltige Stäube. Zudem können sich auch hochtoxische Stoffe wie polychlorierte Dioxine und Furane entwickeln.

...doch nun wird "plasmarisiert"

Geht es nach dem Willen von Joe Longo, könnte die Welt in Zukunft auf die Müllverbrennung verzichten. Longo hat nämlich mit seinem Unternehmen Startech Environmental eine Technik entwickelt, bei der der Müll nicht verbrannt, sondern „plasmarisiert“ wird. Zwischen zwei Elektroden wird mithilfe von Starkstrom ein elektrisch leitendes Plasma entzündet. Es entsteht ein Lichtbogen, der dreimal so heiß ist wie die Temperatur auf der Sonnenoberfläche: bis zu 17.000 Grad Celsius. Bei dieser Temperatur zerfällt jeder Müll in seine atomaren Bestandteile. Ganz gleich, ob es sich dabei um einfachen Hausmüll oder hochgiftige chemische Verbindungen handelt, zurück bleiben harmlose Ausgangsstoffe. Dass die Startech-Müllmaschine auch wirklich funktioniert, zeigt nicht nur ein Prototyp, der in Connecticut steht, auch der japanische Automobilzulieferer Mihama hat sich einen solchen Plasmaofen angeschafft. Er verarbeitet täglich fünf Tonnen Abfall. Weitere Plasmaöfen werden schon bald in Puerto Rico ihren Dienst aufnehmen: Am 24. Mai hat Envirosafe Industrial drei Startech-Müllmaschinen bestellt. Sie sollen in einer neuen Müllverarbeitungsanlage Platz finden und täglich 20 Tonnen Abfall verarbeiten.

Spekulatives Investment

Startech verfügt über eine innovative Technologie zur Verarbeitung von Abfall. Ob sich diese auf Dauer durchsetzen kann, muss sich allerdings erst noch zeigen. Bis dahin bleibt das Startech-Papier nur etwas für sehr spekulative Anleger.

Kursziel bei Startech: 3,00 Euro. Stopp: 1,20 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 27/2007.

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