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Alle Zeichen auf Grün

Nur vier Wochen nach dem Börsengang am 7. Februar 2007 der erste Paukenschlag aus dem Hause Altira: Der bisher über verschiedene Tochtergesellschaften in den Bereichen Private Equity, Public Equity und Real Estate aktive Konzern erschließt sich mit der Gründung der Climate Solutions Management GmbH ein weiteres lukratives Geschäftsfeld.

Börsenneuling Altira steigt ins Geschäft mit erneuerbaren Energien und Klimaschutz-Zertifikaten ein. Hohe Rendite gepaart mit gutem Gewissen.

Nur vier Wochen nach dem Börsengang am 7. Februar 2007 der erste Paukenschlag aus dem Hause Altira: Der bisher über verschiedene Tochtergesellschaften in den Bereichen Private Equity, Public Equity und Real Estate aktive Konzern erschließt sich mit der Gründung der Climate Solutions Management GmbH ein weiteres lukratives Geschäftsfeld. Die neue Gesellschaft soll in den kommenden fünf Jahren eine führende Rolle im Private-Equity-Segment für erneuerbare Energien, Klimaschutzprojekte und artverwandte Investitionsfelder einnehmen.

Vorschusslorbeeren

Bereits zum Start haben verschiedene institutionelle Investoren Climate Solutions 17 Millionen Euro anvertraut. Dies zeigt, dass die Frankfurter auch in diesem Bereich ihr Geschäft verstehen. Bis Ende 2007 peilt Altira-Chef Peter Brumm im neuen Segment ein verwaltetes Vermögen von mindestens 75 Millionen Euro an, im kommenden Jahr soll die 100-Millionen-Euro-Marke fallen. In diesem Fall könnten sich die bisherigen Gewinnschätzungen schnell als Makulatur erweisen, denn die Gebühren in diesem Alternative-Investment-Segment sind alles andere als „Peanuts“. Zusätzlich zu dem ursprünglich von Analysten für 2008 erwarteten EBIT von zwölf Millionen Euro hält DER AKTIONÄR einen Ergebnisbeitrag von mindestens zwei Millionen Euro aus dem neu geschaffenen Bereich für möglich.

Kampf dem Klimawandel

Bei der Bekämpfung des drohenden Klimawandels genießt die Minimierung des Ausstoßes von Treibhausgasen, allen voran CO2, oberste Priorität. Seit Verabschiedung des Kyoto-Protokolls ist der Handel mit Emissionsrechten daher zu einem wichtigen Instrument für die Reduzierung umweltschädlicher Treibhausgase geworden. Vereinfacht gesagt werden diese Zertifikate an Unternehmen und Projekte ausgegeben, die Treibhausgase absorbieren beziehungsweise sparen helfen, während Unternehmen, die Treibhausgase produzieren, solche Zertifikate abgeben müssen. Hierdurch ist ein liquider Markt entstanden, wobei sich mit der Generierung solcher Emissionsrechte-Zertifikate gutes Geld verdienen lässt. Die von Climate Solutions verwalteten Private-Equity-Fonds investieren dabei breit gestreut weltweit in Ökoprojekte, wie etwa die Versiegelung von Mülldeponien oder den Bau von Solaranlagen, Biomassekraftwerken oder Biokraftstoffen. In diesen Bereichen winken Renditen im deutlich zweistelligen Bereich.

Nicht nur für Öko-Fans

Der Einstieg in den Bereich Erneuerbare Energien ist das Sahnehäubchen auf der Altira-Erfolgsstory. Berücksichtigt man, dass vergleichbare Unternehmen wie Partners Group, Bluebay Asset Management oder Charlemagne Capital zum Teil mehr als doppelt so hoch bewertet sind, wird das Kurspotenzial des Börsenneulings deutlich. Kursziel: 54 Euro. Stopp: 30 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 12/2007.

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