WENDY'S INTL INC.
- DER AKTIONÄR

Alle wollen Wendy's!

Die US-Burgerkette Wendy's steht zum Verkauf. Es deutet sich ein Bieterwettstreit an, der den Preis ordentlich in die Höhe treiben dürfte. Privatanleger können davon profitieren.Der "Fall Wendy's" beweist einmal mehr, dass sich auch Analysten irren können.

Die US-Burgerkette Wendy's steht zum Verkauf. Es deutet sich ein Bieterwettstreit an, der den Preis ordentlich in die Höhe treiben dürfte. Privatanleger können davon profitieren.Der "Fall Wendy's" beweist einmal mehr, dass sich auch Analysten irren können.

Im April dieses Jahres hatte sich die US-Burgerkette auf massiven Druck ihrer Großinvestoren, die sich an der mageren Performance der Aktie stießen, selbst zum Verkauf gestellt. Howard Penney, Analyst bei Prudential Securities, hatte daraufhin gemutmaßt: "Es gibt nur eine Person, die dieses Unternehmen kaufen wird: Nelson Peltz."

Tatsächlich galt der Hedgefondsmanager mit der Vorliebe für große Marken wie Kraft oder Tiffany lange als aussichtsreichster Kandidat für eine Übernahme. Über sein Anlagevehikel Triarc hält Peltz schon knapp zehn Prozent am drittgrößten Burger-Brater der USA. Doch nun sind nach übereinstimmenden Meldungen vieler seriöser US-Medien weitere potenzielle Aufkäufer auf den Plan getreten. Insgesamt soll es inzwischen sogar ein gutes Dutzend Interessenten geben.

Viele Käufer treiben den Preis

So berichtete die Chicago Tribune vor Kurzem, dass David Karam ein Angebot für Wendy's abgeben will. Als Franchisenehmer betreibt Karam bereits 134 Wendy's-Restaurants. Sein Angebot, über dessen Höhe noch nichts verlautete, soll von den Private-Equity-Firmen Kelso & Co und Oak Hill Capital Partners unterstützt werden. Nach Angaben des Wall Street Journals ist auch der Versicherer Fidelity National Financial an einer Übernahme von Wendy's interessiert. Eine Affinität wäre hier durchaus gegeben, schließlich war Fidelity-Vorstandschef William Foley früher als Boss der Restaurantkette CKE tätig. Nach den Zeitungsangaben führt Fidelity National Financial ein Bieterkonsortium an, dem noch die Beteiligungsgesellschaften Thomas H. Lee Partners, Oaktree Capital Management und Ares Management angehören. Auch hier ist bislang nicht bekannt, wie hoch die Schmerzgrenze beim Übernahmepreis liegt. Es darf jedoch spekuliert werden, dass eine Offerte deutlich über dem Angebot von Nelson Peltz liegen wird. Dieser bietet bislang bis zu 41 Dollar je Wendy's-Aktie, was vom aktuellen Niveau einem Kurspotenzial von knapp 25 Prozent entspräche.

Der Preis ist heiß

Das große Feilschen um Wendy's dürfte schon in Kürze beginnen. Anleger können auf einen Bieterwettstreit spekulieren, der den Preis in die Höhe treibt. Vor dem Hintergrund, dass das Interesse zahlreicher potenzieller Käufer kolportiert wird, hält der AKTIONÄR eine Prämie von bis zu 50 Prozent für möglich.


Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 41/2007.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Magazin.

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| DER AKTIONÄR | 0 Kommentare

Wall Street im Rückwärtsgang

Die US-Börsen haben am Dienstag im späten Handel ins Minus gedreht. Der Dow Jones verlor zum Handelsschluss 1,10 Prozent auf 13.211,99 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 1,27 Prozent auf 1.455,19 Zähler und der Nasdaq-Composite gab 1,43 Prozent auf 2.546,27 Punkte ab. Die Sorgen der Anleger um die Entwicklung auf dem Hypothekenmarkt drückte die Stimmung an den Märkten. mehr
| DER AKTIONÄR | 0 Kommentare

Wall Street schließt uneinheitlich

Die Indizes an den US-Börsen sind am Montag mit einer uneinheitlichen Tendenz aus dem Handel gegangen. Der Dow Jones verlor zum Schluss der Sitzung 0,19 Prozent auf 13.612,98 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,12 Prozent auf 1.531,06 Zähler ab und der Nasdaq-Composite notierte unverändert auf 2.628,60 Punkten. Das Übernahmekarussell bei den Aluminiumproduzenten dreht sich weiter. Papiere von Exxon profitierten vom hohen Ölpreis. mehr
| DER AKTIONÄR | 0 Kommentare

Satte Gewinne

Trotz Gesundheitswelle und Diätwahn fahren die Fast-Food-Ketten Rekordprofite ein. Im ersten Quartal glänzte mal wieder allen voran Branchenprimus McDonald’s mit einem Gewinnsprung um 22 Prozent, der Titel markierte prompt ein neues Allzeithoch. Zu Recht: Mit einer operativen Marge von 25 Prozent hat McDonald’s weltweit die Nase vorn. DER AKTIONÄR wirft einen Blick auf drei kleinere Verfolger. Sie weisen zwar eine geringere Rentabilität auf, haben dafür aber Nachholpotenzial. mehr