Alibaba
- Julia Breuing

Alibaba: Softbank stößt Milliarden-Paket ab – sollten Sie auch verkaufen?

Softbank will ihren Anteil am chinesischen E-Commerce-Riesen Alibaba versilbern und verunsichert damit die Anleger. Die Aktie von Alibaba rauschte um 6,5 Prozent in den Keller. Ist der Aufwärtstrend damit Geschichte?

Die japanische Softbank stößt Anteile an Alibaba im Wert von 8,9 Milliarden Dollar ab. Damit reduziert sich der Anteil am chinesischen E-Commerce-Riesen von 32 auf 28 Prozent. Alibaba selbst wird davon zwei Milliarden Dollar der Anteile zu 74 Dollar zurückkaufen. Die restlichen Anteile gehen unter anderem an Investmentunternehmen aus Singapur.

Die Anleger reagierten auf die Meldung verunsichert, dadurch erlitt Alibaba ordentliche Kursverluste. Mittwochabend notierte die Aktie dann bei 76,69 Dollar - ein Minus von 6,5 Prozent. Die Anleger scheinen an das Ende des Aufwärtstrends zu glauben, dabei sollte man die Anteilsverkäufe durch Softbank nicht überbewerten. Die Verkäufe gehören lediglich zum Finanzplan der hochverschuldeten Softbank. Mit 28 Prozent der Anteile bleibt sie weiter der größte Anteilseigner. Es bleibt allerdings die Angst, dass das nur der Startschuss von weiteren Verkäufen war. Die Investmentunternehmen aus Singapur kaufen aber nicht ohne Grund einen Teil der Anteile auf. Sie glauben weiterhin an die Wachstumsstory des chinesischen Internetriesens.

Ruhe bewahren

Der AKTIONÄR hält an seiner Kaufempfehlung für Alibaba fest. Mit dem gestrigen Kursabsturz ist die Aktie der 200-Tagelinie bei 73,93 Dollar zwar näher gekommen, der Aufwärtstrend wurde aber nicht gebrochen. Bereits investierte Anleger sollten ihre Position halten, Neueinsteiger können die Rücksetzer nutzen, um auf den Zug aufzuspringen.

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| Benedikt Kaufmann | 0 Kommentare

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