Netflix
- Werner Sperber - Redakteur

Aktionärsbrief: Netflix fegt die Bedenken weg. Fast

Der Aktionärsbrief erinnert an die Sorgen der Aktionäre von Netflix vor zu geringem Wachstum der Kundenzahlen und zu hohen Kosten für die Produktion von Filmen und Fernsehserien. Deshalb sank der Aktienkurs seit Dezember vergangenen Jahres vom Rekordkurs bei gut 133 Dollar bis Februar dieses Jahres auf knapp 80 Dollar. Nach einer Erholung bewegt sich die Notierung stabil um 100 Dollar. Mit den jüngst vorgelegten Zahlen für das dritte Quartal des laufenden Jahres zerstreute Netflix diese Befürchtungen. Die Analysten schätzten die Zahl der neuen Kunden weltweit auf zwei Millionen und den Gewinn je Aktie auf 0,06 Dollar. Tatsächlich unterschrieben 3,2 Millionen Menschen neu einen Vertrag bei Netflix. Der Gewinn legte im Jahresvergleich um 75 Prozent auf 51,5 Millionen Dollar zu beziehungsweise auf 0,12 Dollar pro Anteil.

 

Der Vorstand begründete den Erfolg unter anderem mit der guten Zuschauerquote von neuen, selbst produzierten Serien. Diese Produktionen kosten aber auch Geld: Der Cashflow war entsprechend erneut negativ und erreichte minus 500 Millionen Dollar. Das und auch die vergleichsweise niedrigen Gewinnspannen kann man aber auch als Investition in die Zukunft sehen. Allerdings bekommt Netflix immer mehr Konkurrenz, wie etwa vom viel finanzkräftigeren Partner Amazon.com mit dessen sogenanntem Prime-Angebot. Der Aktionärsbrief verweist auf die nach der Zahlenvorlage stark gestiegene Notierung von Netflix und rät, die Aktie zu höchstens 112 Dollar zu kaufen. Weil das KGV von 120 für das nächste Jahr sehr hoch ist, eignet sich ein Investment nur für risikobereite Investoren.

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