Richemont
von Steffen Eidam - Redakteur

Aktionäre im Luxusrausch

Luxusgüter avancierten im zurückliegenden Weihnachtsgeschäft zum großen Renner unter dem Christbaum. Das belegen nicht zuletzt die aktuellen Daten des Cartier-Herstellers Richemont eindrucksvoll. Was macht die Aktie?

Branchen-Guru LVMH hat es vorgemacht, nun zieht der ewige Rivale Richemont mit starken Zahlen nach. Die großen Player im Luxusgüter-Segment profitieren nach wie vor von einer starken Nachfrage. Wohl dem, der Luxus-Titel im Depot hat.

China im Kaufrausch

Für Richemont verlief das Weihnachtsquartal besser als erwartet. Der  Hersteller von Cartier-Schmuck oder Uhren von Jaeger-LeCoultre verbesserte seinen Umsatz im Berichtszeitraum um 24 Prozent auf 2,62 Milliarden Euro. Der Analystenkonsens lag lediglich bei etwa 2,50 Milliarden Euro. Die hohe Nachfrage aus China (plus 36 Prozent) sorgte dafür, dass die Erlöse im Reich der Mitte erstmals knapp über die Marke von einer Milliarde Euro kletterten. Mit einem Erlösplus von 24 Prozent konnten sich die Schweizer aber über satte Zuwächse in Nord- und Südamerika freuen, während das Plus in Europa (15 Prozent) erwartungsgemäß hinter diesen Regionen zurückblieb. Außerdem verwies Richemont auf eine starke Netto-Cash-Position per Ende Dezember in Höhe von 2,9 Milliarden Euro.   

Starker Online-Handel

Immer besser in Schwung kommt das Online-Modehaus Net-a-Porter, das im Berichtszeitraum ein Plus von 29 Prozent erzielen konnte. Stark nachgefragt war zudem die Schmucksparte mit Marken wie Cartier mit einem Zuwachs von 25 Prozent auf 1,36 Milliarden Euro Umsatz sowie die Uhrensparte (plus 27 Prozent). Für das gesamte Geschäftsjahr 2011/12, das Ende März endet, rechnet Richemont mit einem deutlich höheren Betriebsgewinn als im Jahr davor.

Höhenflug dank Asien

Der Höhenflug von Richemont dürfte vor allem dank der starken Marktstellung in Asien anhalten. Zwar sprach Firmenlenker Johann Rupert von schwieriger werdenden konjunkturellen Verhältnissen, der steigende Reichtum in den Schwellenländern dürfte diese Entwicklung jedoch auffangen. Vor dem Hintergrund der hohen Wachstumsdynamik sowie einer Netto-Cash-Position von aktuell rund 2,9 Milliarden Euro ist ein 2012er-KGV von 18 nicht zu teuer. Die AKTIONÄRS-Empfehlung dürfte weiter in Richtung des alten Hochs bei 47 Euro marschieren.

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