MBB
- Michael Schröder - Redakteur

AKTIONÄR Top-Tipp MBB: Vollgas auf allen Ebenen

MBB hat im ersten Quartal da weitergemacht, wo die Beteiligungsgesellschaft im abgelaufenen Jahr aufgehört hat – mit rasantem Wachstum. Operativ läuft es rund. Daher dürfte mit dem Sprung auf ein neues Allzeithoch das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht sein.

Nach vorläufigen Zahlen hat MBB im ersten Quartal 2016 ein Rekordumsatz in Höhe von 78,2 Millionen Euro erzielt – ein Plus von knapp 30 Prozent. Besonders erfreulich: Rund zehn Prozent davon waren organisches Wachstum. „Damit haben wir im Vorfeld nicht gerechnet erklärt Vorstand Christof Nesemeier im Gespräch.

Das EBITDA stieg um 21 Prozent auf 7,8 Millionen Euro. Unterm Strich steht ein Ergebnis je Aktie von 0,56 Euro (Vorjahr: 0,47 Euro). Auch hier war der organische Zuwachs höher als der durch Zukäufe. Apropos Zukauf: MBB hat Ende 2015 Aumann, den führenden Anlagenbauer für Spulenwickeltechnik und E-Mobilität, übernommen. Die Produkte werden in erster Linie in der Automobilindustrie im Umfeld von Elektromobilität und Elektrifizierung von Fahrzeugen eingesetzt. Nesemeier ist zufrieden, hat aber ein Luxusproblem. Die Nachfrage von Kunden wie Continental oder Bosch ist enorm. Dieses Wachstum muss erst einmal bewältigt werden.

Auch die übrigen Beteiligungen legen planmäßig zu. Vor allem die MBB Fertigungstechnik ist komplett ausgelastet und kann sich so auf margenstarke Aufträge konzentrieren. „Insgesamt sind wir überall auf Kurs“, bringt der Vorstand die Entwicklung auf den Punkt. Einzig der Serviettenanbieter Hanke Tissue tritt temporär ein wenig auf der Stelle. Dafür legt der IT-Dienstleister DTS einen „Wahnsinnsstart“ hin. „Und das Q4 ist hier erst das traditionell starke“, so der MBB-Vorstand.

Ebenfalls erfreulich: MBB verfügt nach dem Q1 wieder über eine Nettoliquidität von 13,9 Millionen Euro – also so viel wie vor dem Aumann-Deal. In Sachen Prognose gibt sich der MBB-Lenker gewohnt konservativ. Für das Gesamtjahr 2016 stellt er 300 Millionen Euro Umsatz und 2,00 Euro Gewinn je Aktie in Aussicht. Nach Berechnungen des AKTIONÄR dürften hier jeweils zehn bis 15 Prozent Aufschlag drin sein. Eine Prognoseerhöhung im zweiten Halbjahr scheint sehr wahrscheinlich. Mit dem Sprung auf ein neues Allzeithoch dürfte das Ende der Fahnenstange bei der AKTIONÄR-Altempfehlung somit noch lange nicht erreicht sein. Das nächste Kursziel liegt bei 37,50 Euro.

 

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