Soc. Generale Index/Partizip. Zert Solactive Japanese Buyback Index (EUR Daily Currency Hedged)
- DER AKTIONÄR

AKTIONÄR-Tipp: Kurspflege auf Japanisch

Mal was anderes: Der japanische Aktienmarkt befindet sich im Aufwind. Statt dem Nikkei sollten Anleger den neuen Solactive Japanese Buyback Index im Auge haben.


Empirische Studien belegen, dass sich Aktien während eines Aktienrückkaufprogramms überdurchschnittlich entwickeln. Diese Outperformance erstreckt sich über einen Zeitraum von zwei Monaten bis zu zwei Jahren. Auf Basis dieser Studienergebnisse gibt es bereits entsprechende Strategien beziehungsweise Indexkonzepte. Neu auf dem Zertifikatemarkt ist ein Produkt, das sich mit dem aufstrebenden japanischen Aktienmarkt befasst.

Aktienrückkaufprogramme stehen vor allem bei amerikanischen Großkonzernen auf der Agenda. So kauften US-Konzerne im Jahr 2014 eigene Aktien für insgesamt 500 Milliarden Dollar zurück. In Europa waren es im Vergleich dazu lediglich etwa 50 Milliarden Dollar. „Mittlerweile werden Aktienrückkäufe aber auch außerhalb der USA und Europas ein immer wichtigeres Instrument für Unternehmen, ihre Aktionäre zu entlohnen“, erklärt Zertifikate-Experte Peter Bösenberg von der Société Générale. In Japan beispielsweise entfielen laut dem Research-Institut I-N Information Systems 2014 rund 3,29 Billionen Yen (umgerechnet rund 30 Milliarden Dollar) auf Aktienrückkäufe. Das waren 70 Prozent mehr als 2013 und ist somit der höchste Stand seit 2008.

Die Analysten der französischen Großbank erwarten, dass dieser Trend auch 2015 anhält. Aufgrund der hohen Cash-Bestände in den Bilanzen, die sich auf rund 40 Prozent des Bruttoinlandprodukts belaufen, in Verbindung mit einem niedrigen Leverage und einer im Vergleich zu US-Werten attraktiven Bewertung seien japanische Konzerne für sogenannte Share Buybacks prädestiniert. Für das laufende Jahr rechnen die Experten daher in Japan mit einem Anstieg der Aktienrückkaufprogramme auf 3,5 Billionen Yen.
Ferner sind die Aussichten für japanische Aktien generell gut: Die Analysten der Société Générale rechnen wegen steigender Unternehmensgewinne, neuer Aktienrückkaufprogramme, einem Anstieg der Löhne und einer möglichen Steuersenkung für Unternehmen mit anziehenden Aktienkursen auf Sicht von zwölf Monaten. Anleger sollten deshalb japanische Aktien „übergewichten“, so die Experten.

„Der neue Solactive Japanese Buyback Index bietet eine interessante Möglichkeit, an diesem Trend zu partizipieren“, so Bösenberg. Dieser Index bildet die Entwicklung von 25 japanischen Aktien¬gesellschaften ab, die einen Aktienrückkauf innerhalb der letzten zwei Monate angekündigt haben. Zu den weiteren Aufnahmekriterien zählen eine Marktkapitalisierung von mindestens 100 Milliarden Yen und ein durchschnittlicher täglicher Aktienumsatz während der letzten drei Monate von 300 Millionen Yen.
Das Besondere an diesem Index: Die Performance der Aktien wird dank einer ausgeklügelten Absicherungsstrategie ohne Währungseinflüsse 1:1 wiedergegeben. Anfallende Nettodividenden werden selbstverständlich berücksichtigt und in den Index reinvestiert.

Es ist zwar keine Garantie für die Zukunft, doch in der Vergangenheit hat sich das Indexkonzept erfolgreich geschlagen. Im Backtesting bis Anfang 2009 lag die Indexperformance annualisiert bei 20,1 Prozent. Im laufenden Jahr stieg das Kursbarometer schon um 34,6 Prozent und damit deutlich stärker als beispielsweise der japanische Leitindex Nikkei.

Für japanische Aktien stehen die Ampeln auf Grün. Mit dem neuen Zertifikat der Société Générale (WKN SG8YEN) dürften Anleger langfristig sogar noch besser abschneiden als der Gesamtmarkt. Der Schein kostet aktuell 33,78 Euro. Das Kursziel liegt bei 48,00 Euro. ein Stopp bei 26,50 Euro sichert ab.

 

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