Datagroup
- Michael Schröder - Redakteur

AKTIONÄR Hot-Stock Datagroup: Nach 200% Plus noch immer Luft nach oben - Hintergründe und Zahlen!

Datagroup wird die führende Position als IT-Outsourcer und Cloud-Anbieter weiter ausbauen – und die Margen nachhaltig steigern. Die Schwaben haben ihre eigenen Prognosen zuletzt wiederholt übertroffen. Beste Voraussetzungen für eine dynamische Trendfortsetzung.

Über 200 Prozent Kursplus. Als DER AKTIONÄR im Juli 2016 die Aktie von Datagroup als „Hot-Stock der Woche“ vorgestellt hat, notierte der Kurs des IT-Dienstleisters bei 15,30 Euro. Ende Januar 2018 markierte die Aktie ein neues Allzeithoch. Die allgemeine Verunsicherung am Aktienmarkt drückte den Titel aber wieder auf die 40-Euro-Marke. Ob die Papiere ihren Wert noch einmal verdreifachen können, steht in den Sternen. Es spricht aber einiges dafür, dass die Aufwärtsbewegung noch lange nicht beendet und der Zeitpunkt für den Einstieg sehr vielversprechend ist.

An der Ausgangslage hat sich nicht viel geändert. Die Mischung aus organischem Wachstum und Übernahmen passt. Das Aushängeschild bleibt die Corbox, eine modulare Komplettlösung für IT-Outsourcing. Die Kunden wählen aus kombinierbaren Corbox-Services die aus, die ihr Business optimal unterstützen, und erhalten alle IT-Outsourcing-Leistungen aus einer Hand. Vom Hotline-Service über Dienstleistungen rund um SAP bis hin zum Rechenzen­trumsbetrieb ist alles dabei. „Sourcing-Berater spielen weiter eine wichtige Rolle für uns, wenn es um die Vergabe von IT-Dienstleistungen geht. Besonders bei der Umsetzung von Digitalisierungskonzepten sowie der Einführung von Technologien wie Cloud, Appentwicklung oder Big Data gewinnt Sourcing-Beratung für alle Marktteilnehmer an Bedeutung“, so Vorstand Max H.-H. Schaber gegenüber dem AKTIONÄR.

Cloud-Computing ist in aller Munde. Experten sprechen von dem Zukunftsthema in der Welt der Unternehmens-IT. Das Potenzial ist enorm. Datagroup liefert mit seinem Portfolio genau für diesen Bereich maßgeschneiderte Software und IT-Lösungen – und agiert dabei immer am Puls der Zeit. Geschäftsentwicklungen und Trends werden permanent untersucht. Aber auch die lokale Struktur hilft: „Die Geschäftsführer in den Tochtergesellschaften haben den regionalen Zugang – natürlich zu den bestehenden Kunden, aber auch zu solchen, die es gerne werden wollen“, so Schaber. „Wir sind zuversichtlich, dass wir weitere Mittelstandskunden gewinnen und auch mit unseren bestehenden Kunden wachsen können.“

Die Zahlen geben ihm recht. In den letzten vier Jahren konnte die Kundenzahl von 87 auf 142 gesteigert werden. Bis 2020 sollten es mehr als 230 sein. Das vom Vorstand ausgegebene Ziel von 20 Corbox-Neukunden pro Jahr wurde im vergangenen Geschäftsjahr 2016/17 (Geschäftsjahresende 30. September) mit 18 zwar verfehlt. Mit einigen Abnehmern wurde das Volumen allerdings so gesteigert, dass sich am Ende der wichtige Umsatz pro Kunde deutlich erhöht hat. Die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft zeigt sich aber auch in allen anderen Kennzahlen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie sind Akquisitionen. Hier gab es zuletzt einige Aktivitäten. Weitere Deals dürften kommen: „Wir wollen weiter Firmen kaufen, die unser Leistungsportfolio arrondieren, interessante Kundenbeziehungen und qualifiziertes Personal mitbringen“, betont Schaber. Zudem sieht sich der Vorstand mit den Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung konfrontiert: „Hier können wir durch eine verstärkte Automatisierung unserer Leistungen sicher noch Produktivitätsgewinne realisieren.“

Doch es gibt auch noch andere Themen, die der Firmenlenker im laufenden Jahr angehen will: „Derzeit sind wir damit beschäftigt, die von der IKB Deutsche Industriebank AG erworbene ikb DATA GmbH – die jetzt unter DATA­GROUP Financial IT Solutions firmiert, als Service-Provider für die Finanzindustrie zu etablieren. Auch bei der weiteren Zentralisierung unserer Dienstleistungsbereiche haben wir noch Potenzial für Effizienzgewinne.“

Wie effizient Schaber und sein Team im Gesamtjahr arbeiten wollen, wird am 8. März im Rahmen der Hauptversammlung preisgegeben. „Bis jetzt sind wir gut in das neue Jahr gestartet“, so der Vorstand. Höhepunkt war die Verlängerung des Dienstleistungsvertrags mit einem Bestandskunden aus der Luftfahrtindustrie um weitere drei Jahre. Der Auftrag umfasst die Betreuung von weltweit rund 17.000 IT-Arbeitsplätzen und mobilen Anwendern und hat ein Volumen von 16 Millionen Euro.

Der mittelfristige Ausblick steht. Datagroup will den Umsatz bis zum Geschäftsjahr 2020/21 auf 500 Millionen Euro steigern – rund 350 Millionen davon entfallen auf organisches Wachstum, den Rest sollen Zukäufe beisteuern. Die EBITDA-Marge sieht der Vorstand bis dahin „im gut zweistelligen Bereich“. Durch mehr margenstarkes Cloud-Geschäft könnte die EBITDA-Marge nach AKTIONÄR-Schätzungen auf mehr als 13 Prozent steigen, auch beim EBIT sind bis dahin zweistellige Renditen möglich. Ein Ende der Aufwärtsbewegung scheint bei dem ehemaligen „Hot-Stock der Woche“ daher nicht in Sicht – im Gegenteil!

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