Mensch und Maschine Software
- Michael Schröder - Redakteur

AKTIONÄR Alt-Empfehlung Mensch und Maschine: Gute Chancen auf dynamische Trendfortsetzung nach Zahlen

Mit Adesso, Datagroup und ISRA Vision hat DER AKTIONÄR zuletzt mehrere Top-Nebenwerten vorgestellt. Ein weiterer Kandidat für diese Kategorie ist die Mensch und Maschine SE (MuM). 

Der CAD/CAM-Spezialist wird am Montag (24. Oktober) die Zahlen für das dritte Quartal präsentieren. Dem Vernehmen nach dürfte die Gesellschaft in diesem Zeitraum an die gute Entwicklung im ersten Halbjahr angeknüpft haben. Ende Juli wurde ein Umsatz von 87,8 Millionen Euro (Vorjahr: 81,4 Millionen Euro) gemeldet. Auf EBITDA-Basis hat der Konzern seinen operativen Gewinn von 6,42 Millionen auf 8,33 Millionen Euro verbessert. Unterm Strich steht ein Anstieg von 0,13 auf 0,22 Euro je Aktie. Eine niedrigere Steuerquote hat positive Impulse geliefert, während Währungskurseffekte die Entwicklung belastet haben.

Der Ausblick dürfte mit dem Q3 bestätigt werden. MuM-Vorstand Adi Drotleff will im Gesamtjahr einen Umsatz von mehr als 170 Millionen Euro (Vorjahr: 160,4 Millionen Euro) erwirtschaften. Bis 2018 sollen die Erlöse auf 200 Millionen Euro ansteigen. Beim Gewinn je Aktie prognostiziert der Firmenlenker für 2016 eine Verdopplung im Jahresvergleich auf 0,48 Euro. In den kommenden Jahren soll dieser jeweils um 0,13 bis 0,20 Euro weiter steigen.

Großen Anteil an der guten Entwicklung hatte das gute Q1. Beim Umsatz gab es hier einen Sondereffekt durch die laufende Umstellung des Hauptlieferanten Autodesk von Kauf auf Miete, die eine Art Schlussverkaufsstimmung erzeugte, weil es seit Februar die Einzellizenzen nicht mehr zu kaufen, sondern nur noch zu mieten gibt. Einen ähnlichen Effekt dürfte es im Q3 noch einmal geben, wenn auch die Suiten umgestellt werden. Beim Nettogewinn war es umgekehrt, sodass es im Q1 noch leichte aperiodische Belastungen bei den PPA-Amortisationen und beim Finanzergebnis gab, die im Laufe des Jahres auslaufen dürften.

Mit den Halbjahreszahlen hat sich Drotleff bei Umsatz und Gewinn bereits einen Puffer für das Gesamtjahr erarbeitet. Die Chancen, dass die Jahresprognosen erfüllt werden stehen somit recht gut. Angesicht der guten aussichten und den starken Wachstumsraten eröffnet mit einem 2016er-KGV von 27 vergleichsweise hohe Bewertung noch immer Luft nach oben. Zum Vergleich: In der Peergroup wird Nemetschek mit einem KGV von 40 bewertet. Ebenfalls positiv: Für das laufende Geschäftsjahr will MuM eine Dividende zwischen 0,30 Euro und 0,35 Euro je Aktie ausschütten (Vorjahr: 0,25 Euro). Daraus resultiert im Idealfall eine Rendite von 2,7 Prozent. Die Ausschüttung soll in den kommenden Jahren jeweils um rund 0,10 Euro wachsen.

Auf eine rasante Aufwärtsbewegung im Frühjahr 2016, die den Kurs von rund neun in der Spitze auf 15 Euro geführt hat, folgte im Sommer eine überfällige Konsolidierung, die die Aktie zurück auf zwölf Euro fallen ließ. Hier deutet sich nun eine erneute Trendwende an. Mit den Q3-Zahlen könnte die Aktie Ende Oktober wieder im Bereich der 15-Euro-Marke notieren. Kommt der Ausblick am Markt gut an, ist sogar ein Kaufsignal und eine Trendfortsetzung Richtung 17,50 Euro möglich. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot auf dieses Szenario.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

 


 

So liest Warren Buffett Unternehmenszahlen   2. Auflage

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ISBN: 9783864700460
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Verlag: Börsenbuchverlag
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