PVA Tepla
- Andreas Deutsch - Redakteur

Die Prognosen der Profis

In seiner Serie "Tipps von den Experten - was die Profis jetzt kaufen" fragte DER AKTIONÄR regelmäßig Börsenfachleute nach ihren persönlichen Favoriten. In seiner Reihe "Die Prognosen der Profis" geht DER AKTIONÄR noch weiter: Wie entwickelt sich die Börse? Welche Risiken gibt es? Wo locken Chancen?

Wolfgang Braun, Chefredakteur der Aktien-Strategie, warnt davor, nach dem starken Auftakt des Börsenjahres 2012 euphorisch zu werden. "Einige Experten gehen davon aus, dass der Jahresstart regelmäßig die Tendenz für das Gesamtjahr vorgibt", sagt der Experte. "Demnach müsste 2012 ein tolles Börsenjahr werden. Allerdings ist diese Regel mit Vorsicht zu genießen: 2002 waren die ersten Wochen ebenfalls stark ausgefallen. Am Ende büßte der DAX über 40 Prozent an Wert ein. Abwärts ging es dann ab August." Auch 2012 werde die Politik die Weichen für die Börsenentwicklung stellen. "Sollte es etwa keine Einigung bei Griechenland geben und das Land unkontrolliert in die Pleite schlittern, gäbe es schwere Verwerfungen an den Finanzmärkten."

"Es ist Vorsicht angebracht"

Die Finanzkrise, bei der es zuletzt zu etwas Entspannung kam, sei nicht gelöst und könne sich jederzeit wieder verschärfen. "Erst wenn die EZB signalisiert, dass sie dauerhaft eingreift, dürfte es auch zu einer längeren Entspannung kommen. "Zuletzt profitierten die Börsen auch von besseren Konjunkturindikatoren", erklärt Braun. "Ob diese sich in Anbetracht der abzusehenden Sparmaßnahmen halten können, ist fraglich. Insgesamt ist auf jeden Fall weiter Vorsicht angebracht."

Chancen im Visier

Braun setzt derzeit auf solide Nebenwerte, "die die jüngste Aufwärtsentwicklung kaum mitgemacht haben und damit noch günstig bewertet sind. Aus dem TecDAX sind das zum Beispiel QSC und Bechtle. Beide überzeugen seit Jahren mit einer Wachstumsstory und sind mit einem KGV im einstelligen Bereich äußerst preiswert. Ebenfalls interessant finde ich PVA Tepla."

Achtung, Risiken

Bei einigen Titeln, etwa aus dem Finanzsektor oder dem Solarbereich, könnten hinter der jüngsten Erholung laut Braun eine technische Gegenbewegung stecken, die sich schnell wieder in Luft auflöst. "Hier wäre ich aktuell bei Investitionen vorsichtig."

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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