K+S
- Andreas Deutsch - Redakteur

K+S: Aktie im Tiefflug - das sagen die Experten

Nach Vorlage der Zahlen steht die Aktie des Düngemittelspezialisten K+S im Fokus der Analysten. Die Reaktionen fallen positiver aus als erwartet. Ist alles halb so wild?

Das meint zumindest die Investmentbank Equinet, die K+S auch nach den Zahlen mit "Kaufen" einstuft und als Kursziel weiterhin bei 57 Euro nennt. Die Resultate hätten seine Erwartungen leicht übertroffen, die Konsensschätzungen aber verfehlt, schrieb Analyst Michael Schäfer in einer Studie vom Dienstag. Größter Belastungsfaktor für die Aktie sei aber der auf das untere Ende der bisherigen Zielspanne gesenkte Ausblick des Düngemittelkonzerns. Die Kali-Nachfrage dürfte sich erst in einigen Monaten zum Kurstreiber entwickeln. Deshalb sehe er kurzfristig keine positiven Ansätze für die Aktie, da helfe auch die vergleichsweise niedrige Bewertung nicht.

Nur Halte-Position

Das Analysehaus Kepler hat die Einstufung für K+S auf "Hold" mit einem Kursziel von 40 Euro belassen. Das bereinigte Quartalsergebnis liege je Aktie um etwa sieben Prozent unter den Prognosen und auch die Marge sei mit 23,3 Prozent hinter den am Markt geschätzten 25,8 Prozent zurückgeblieben, schreibt Analystin Bettina Edmondston in einer Studie vom Dienstag.

Gemäß der Einstufung "Hold" rechnet Kepler Capital Markets auf Sicht der nächsten zwölf Monate mit einem absoluten Aufwärtspotenzial der Aktie von weniger als 10 Prozent.

Rückläufige Kalipreise

Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für K+S nach Zahlen zum dritten Quartal auf "Neutral" belassen. Auf den ersten Blick hätten das operative Ergebnis und der gesenkte Ausblick enttäuscht, schrieb Analyst Neil Tyler in einer Studie vom Dienstag. Negativ hätten sich dabei die rückläufigen Kalipreise ausgewirkt. Hier sei das Risiko eines weiteren Rückgangs realistisch. Deshalb sowie wegen der Kosten für das Legacy-Projekt in Kanada sei ein weiterer Gewinnrückgang 2013 gut möglich.


AKTIONÄR ist optimistisch

Langfristig orientierte Anleger können die Kursdelle vom Dienstag zum Einstieg nutzen. Früher oder später werden aufgrund der stark wachsenden Weltbevölkerung die Düngemittelpreise deutlich anziehen und die Kasse bei K+S klingeln lassen. Die Aktie ist mit einem 2013er-KGV von 11 historisch günstig bewertet. Die Dividendenrendite liegt bei vier Prozent. DER AKTIONÄR traut der Aktie auf Jahressicht Kurse um 45 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 30 Euro gesetzt werden.

Mit Material von dpa-AFX

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