Aixtron
- Maximilian Völkl

Aixtron: 70 Prozent weniger – Aktie im freien Fall

Die Talfahrt von Aixtron setzt sich am Freitag fort. Seit dem angekündigten Verlust eines Großauftrags des chinesischen LED-Herstellers San’an hat die Aktie des Spezialmaschinenbauers bereits rund 45 Prozent verloren. Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat ihr Kursziel für den TecDAX-Titel nun radikal nach unten geschraubt.

Analyst Andrew Humphrey hat den fairen Wert für Aixtron von 14,40 auf 4,20 Euro gesenkt. Das sind rund 70 Prozent weniger als vorher. Entsprechend stufte der Experte die Aktie auch von „Overweight“ auf „Equal-weight“ ab. Der stornierte Großauftrag von San'an für die neueste Generation von LED-Anlagen stelle die langfristige Stellung des Spezialmaschinenbauers in diesem Markt in Frage, so Humphrey. Er geht statt von bislang 50 Prozent nun nur noch von einem Marktanteil von 35 Prozent aus.

Durch den massiven Kurssturz hat sich auch das Chartbild deutlich eingetrübt. Sämtliche kurz- und mittelfristigen Unterstützungen wurden gerissen. Selbst der flache langfristige Aufwärtstrend seit dem Rekordtief 2003 ist nicht mehr intakt. Die nächste Unterstützungszone findet sich nun erst zwischen 2,80 und 3,00 Euro. Zur Jahreswende 2009 erreichte Aixtron in diesem Bereich Tiefststände.

An der Seitenlinie

Bei Aixtron hat sich die Situation in den vergangenen Tagen deutlich verschlechtert. Der weggebrochene Großauftrag tut enorm weh. Hinzu kommt das immer schwächer werdende Chartbild. DER AKTIONÄR rät deshalb davon ab, auf eine Erholung zu spekulieren. Anleger sollten an der Seitenlinie bleiben. Es gibt derzeit attraktivere Aktien.

(Mit Material von dpa-AFX)


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